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.oO Impressionen vom Infostand

~xX([Impressionen vom Infostand])Xx~

Da steht er nun, V. Wie selbstverständlich marschierte er vor ein paar Sekunden zu unserem Infostand und ließ nach kurzer Zeit sein Käse-irgendwas-Baguette beiläufig in der Jackentasche verschwinden. Selbstsicher grienend wie immer. H. neben mir beginnt sofort freudig mit ihm zu plauschen. Da wir uns gerade über den Tierschutzstand ein paar Meter neben uns ärgerten, fragt sie ihn sogleich, wofür er is(s)t: Käfige oder Freiheit? Mit der Erinnerung an seine letzte noch nicht ganz verputzte Speise, war mir die Antwort auch schon ohne dass er den Mund öffnet klar. Aber er antwortete natürlich nicht so frei von der Leber weg. Er druckste eher und wollte sich zu nichts von beidem bekennen. Er ist ja politisch, aber nicht so. Also, nicht in dieser Hinsicht. Es mag eine interessante Disziplin sein, wie Menschen sich anderen Wesen gegenüber zu verhalten haben, aber es sei eben nicht seine Disziplin. Er hätte aber - gab er gönnerisch zu - Verständnis, dass andere da andere Prioritäten setzten und eben z.B. kein Tierblut an ihren Händen möchten. Wie gütig, dachte ich grollend. Im weiteren Verlauf des Gesprächs mit H. hatte V. natürlich noch allerhand andere wichtige Argumente zur Selbstverteidigung vorzubringen. Ein komplett ausbeutungsfreies Leben sei eben nicht möglich, also wenn wir schon Elektronik aus schändlichen Arbeitsbedingungen erkaufen, warum nicht auch zerlegte Schweineteile. Aber natürlich ist er da nicht ganz so wie die anderen. Allein aus ökologischen Gründen dürften wir Menschen ja kein Fleisch mehr essen und er isst immerhin sehr wenig, was auch immer das heißt, fügte ich insgeheim hinzu. Jedenfalls möchte er sich aber auch nicht zu einer vegetarischen (geschweige denn veganen, das ist zu radikal!) Lebenweise durchringen, das ist zuviel Aufwand. Er habe eben andere Prioritäten und is(s)t in diesem Punkt sehr liberal. Hach, wie groß sich all die Tierausbeuter_innen doch immer "liberal" auf die Fahne schreiben. Und natürlich "tolerant". Sie erlauben uns, keine tierlichen Produkte zu essen. Das soll ja jeder Menschen machen, wie er_sie möchte. Hm, aber meinte er nicht, er sei politisch? Das Gute ist ja, dass mensch auch als "politisch interessiert" sich nicht mit Tierausbeutung befassen muss, wenn Tierausbeutung einfach auf die persönliche Ebene abgewälzt wird. Es ist eben jedes Menschen private Entscheidung, ob er_sie nun Tiere quälen möchte oder nicht. Wir leben doch nicht mehr in totalitären Systemen! Klaut den Leuten doch bitte nicht die Butter vom Brot, und die Wurst noch dazu, das ist intolerant und vor allem ist es nicht liberal. Wenn wir uns schon nicht um Tierrechte scheren, dann doch wenigstens um Menschenrechte.
Und das Recht auf Wurstbrot ist unantastbar.

(Mein Einwand, dass auch vegan lebende Menschen für Menschenrechte aktiv sein können, es also kein Widerspruch ist, sich für andere Tiere und auch den Menschen selbst zu engagieren, stieß zwar grundsätzlich auf Zustimmung, wurde jedoch mit dem Verweis auf die Radikalität des Veganlebens abgewiesen. Nun ja, ich weiß schon, dass es für viele eine fast unüberwindbare Mühe ist, sich vegan belegte Brote für unterwegs mitzunehmen, anstatt tierquälerische Baguettes beim Imbiss zu kaufen und dreister Weise an Tierrechtsständen zu mümmeln...)

.oO Schlachthofgesellschaft (Gedanken, Teil1)


~xX([Schlachthofgesellschaft])Xx~


~Teil 1~

Weiße Kacheln. Glänzend, blank, steril. Wie ich sie verabscheue. Es erscheint so banal. Doch sie rufen in mir Erinnerungen hervor, die mich ängstigen, schmerzen. Leider ist es fast unmöglich sie zu umgehen: Küchen, Bäder, Arztpraxen, Krankenhäuser - sie sind voll davon. Ich stelle mir vor, wie gekachelte Räume sich blitzartig in Tierversuchslabore oder Schlachthäuser verwandeln, wie Blut an die gekachelten Wände spritzt, von den gekachelten Wänden läuft, wie Blut auf den gekachelten Boden spritzt und wie das Blut von den gekachelten Wänden und dem gekachelten Boden sich in einem metallenem Abguss sammelt und langsam versickert. Ich stelle mir vor wie kurz danach das nächste Opfer grob in den gekachelten Raum geschleift und gedroschen wird, wie es zittert, uriniert, sich windet, ausschlägt, wie unnachgiebige Hände nach ihm oder ihr greifen, den verängstigten Leib zum Stillstand zwingen, um einen metallenen Bolzen durch den Schädel zu treiben, die Kehle zu durchschneiden und den zuckenden Leib zur weiteren Verwertung fortzuschieben. Abermals sammelt sich das Blut, abermals versickert es und mit ihm das letzte Lebenszeichen der Opfer. Die letzte Erinnerung an das Leben wird damit ausgelöscht. Glänzendes Blut, blankes Entsetzen, sterile Kachelwände und -Böden. Wie ich es verabscheue.


.oO Unbegreifbar (Lied von MC Albino)

~xX([Unbegreifbar])Xx~



Liedtext zu "Unbegreifbar":

11 Jahre ist es her: ein Entschluss, ein Beat, ein Stift.
Das war er der letzte Strohhalm, nach dem er griff.
Roter Kopf, voller Entsetzen, unbeschreibliche Wut.
Schüchterner Junge, der weint und aufschreibt, was er sucht.
Nein, es gibt keinen Frieden, solang sie ohne Rechte sind.
Erst, wenn er vergisst was schlaflose Nächte sind,
schweigen die Geigen, doch davon ist er weit entfernt.
Wo bitte habt ihr diese Gleichgültigkeit gelernt?
Ihr verdrängt was passiert, vor den Toren eurer Stadt.
Sie bezahlen es mit ihrem Leben, und du bist satt.
Habt ihr Angst um eure Relatität und deren Beschreibung?
Ich rap von Menschen und Tieren und deren Befreiung.
Es geht um jedes einzelne Wesen, das fühlt und lebt.
Fallt ihr auch darunter? Ich bezweifels, wenn ich seh wie abgekühlt ihr eure Wege geht!

unbegreifbar - eure Inkonsequenz trotz besseren Wissens
unbegreifbar - euer Leben mit verletzten Gewissen
unbegreifbar - ihr verdrängt Bilder und Schreie wie diese
unbegreifbar - Ausbeuten geht klar, wo bleibt deine Liebe?

unbegreifbar - eure Inkonsequenz trotz besseren Wissens
unbegreifbar - diese Zeilen testen Gewissen
unbegreifbar - ihr verdrängt Bilder und Schreie wie diese
unbegreifbar - Unmensch! wo bleibt deine Liebe?

Eure Gewalt hat mich geprägt, mein Handeln und mein Schreiben.
Du siehst es nicht, wo liegt der Unterschied zwischen uns beiden?
Sieh in die Käfige, blick auf den Spaltenboden!
Glaubst du sie betäuben sie bei der Entfernung der Hoden?
Ich lernte Methoden kennen, die unfassbar sind.
Irgendwann sehe ich schwarz, denn der Hass macht blind.
Zermahlene Küken. Mensch, begreif: Kälber sind Kinder,
die spielen und toben wollen wie eure eigenen Kinder,
die zu Mama wollen und sich sehnen nach Wärme.
Blick in ihre Augen, verdammt sie leben sehr gerne!
Deshalb kämpfe ich weiter. Sag mir, nerve ich dich?
Ich hoffe es, denn so schreibe ich und schärfe die Sicht.
Und deshalb wehre ich mich, mit aller Kraft, die ich hab.
Seht ihr eure Gewalt? Versteht ihr, was ich hier sag?
Freiheit für jedes Leben statt Herrschaft und Zwang.
Also kommt, wenn wir es nicht tun, wer macht es dann?

unbegreifbar - eure Inkonsequenz trotz besseren Wissens
unbegreifbar - euer Leben mit verletzten Gewissen
unbegreifbar - ihr verdrängt Bilder und Schreie wie diese
unbegreifbar - Ausbeuten geht klar, wo bleibt deine Liebe?

unbegreifbar - eure Inkonsequenz trotz besseren Wissens
unbegreifbar - diese Zeilen testen Gewissen
unbegreifbar - ihr verdrängt Bilder und Schreie wie diese
unbegreifbar - Unmensch! wo bleibt deine Liebe?

Assioziation, Pelze, Ton, Steine, Scherben.
Die Stimmen der Hoffnung scheinen verstummt, hier schrein die Erben.
Sie schrein und sterben, sind der Willkür ausgesetzt,
und jeder mit offenen Augen schaut entsetzt
Ich laufe längst durchs Leben, hasse meine Spezies
für das was sie tut, ich weiß, irgendwann, versteht sie es.
Geht es ums Tier, beim Menschen ist alles möglich,
geht es ums Tier, beim Menschen ist alles tödlich.
Bilder sprechen Bände, euer Wegsehen auch.
Bin mal gespannt wie viel ich noch an Sätzen brauch,
um zu berühren, Passivität zu überwinden,
die menschlich-arrogante Willkür muss verschwinden.
Auch ich will verschwinden, dorthin wo wir weiter sind.
Wo beim Thema Liebe für alle kein Streit beginnt.
Traurigkeit gewinnt zusammen mit Wut und Zweifel,
all die Bilder in meinem Kopf kann ich nur blutrot zeichnen.
Wen wunderts, wenn Bolzen ins Gehirn geschossen werden,
und selbst Menschen durch Hunger und Kälte in den Gossen sterben.

unbegreifbar - eure Inkonsequenz trotz besseren Wissens
unbegreifbar - euer Leben mit verletzten Gewissen
unbegreifbar - ihr verdrängt Bilder und Schreie wie diese
unbegreifbar - Ausbeuten geht klar, wo bleibt deine Liebe?

unbegreifbar - eure Inkonsequenz trotz besseren Wissens
unbegreifbar - diese Zeilen testen Gewissen
unbegreifbar - ihr verdrängt Bilder und Schreie wie diese
unbegreifbar - Unmensch! wo bleibt deine Liebe?

Ist dir das zu konkret? Oder nicht mehr nicht mehr als einfach nur ein Text?
Die Wahrheit ist einfach, doch euer Lügengebäude komplex.
Was in unserer Gesellschaft zählt sind Profite, nicht das Leben.
Zeit zum ändern: Alles spricht dafür, NICHTS dagegen.

.oO Kannibalismus (Gedicht)


~xX([Kannibalismus])Xx~



Speichel und Blut, Speichel und Blut
Ich weiß es ist grausam, doch sie riechen so gut
Ich seh ihre Leiber, ich schmeck ihren Saft
Wer kann es bestreiten: Fleisch ist ein Stück Lebenskraft!

Wir sollten wirklich viel dankbarer sein
Sie geben uns Schinken passend zum Wein
Obwohl geben ja eigentlich nicht so ganz stimmt
Ich bin es, der ihnen Haxe und Leben nimmt

Speichel und Blut, Speichel und Blut
Sie lassen ihr Leben und schmecken so gut
Die Klinge, die Schreie, es muss einfach sein
Ich esse gern Herzen, ich esse gern Schwein

Wer frisst schon gern Pflanzen, das hat keinen Stil
Aber ganz frisches Fleisch, und davon recht viel
zusammen mit Eiern, mit Rogen, mit Milch
Nur ein paar junge Seelen, mehr will ich doch nicht

Speichel und Blut, Speichel und Blut
Ich spalte die Schädel, sie riechen nach Wut
Ich gehe mit Gott, es ist meine Pflicht
Fressen oder gefressen werden, heißt es so nicht

Der Opfer sind viele, der unseren auch
Sie füllen den Magen, sie füllen den Bauch
Ich mag den Geruch, es ist niemals Mord
Es ist ein Bedürfnis, ein Vorrecht, ein Sport

Nicht nur das Fleisch, das reizt mich gar sehr
Die Frauen sind weitaus ergiebiger
Das weiße Blut, die Milch ihrer Brüste
Die Nahrung der Kinder, nach der mich gelüstet

Speichel und Milch, Speichel und Milch
Es dampfen die Säfte, sei's Blut oder Milch
Vergewaltigung klingt hässlich, findet ihr nicht
Was tu ich nicht alles für ein gutes Gericht

Schwängert die Frauen, schlachtet die Kinder
Wer redet von Menschen, ich meine die Rinder
Wer weiß schon, ob sie wirklich empfinden
Was sagt es schon aus, dass sie schrein und sich winden

Eier, Milch, Blut und das ganze Gekröse
Wer sagt ich sei herzlos, wer sagt ich sei böse
Sie ließen uns doch alle genau so krepieren
wären sie an unsrer Stelle und wir an der ihren




.oO Tierquälerei als Philosophie (persönliche Erfahrungen)

~xX([Tierquälerei als Philosophie])Xx~


Hefebakterien sind eben auch nur Kühe


Also, ganz ehrlich, ich habe schon unzählige peinliche, dumme, ignorante, ... Ausreden/Rechtfertigungen von Fleischfresser_innen und Veggies anhören müssen, aber das, was mir neulich eine Person entgegenwarf, schlägt dem Fass wirklich den Boden aus. Und zwar wurde mir die omnivore Ernährung als "Philosophie" verkauft. Und diese Philosophie sollte ich doch bitte tolerieren. Ich war einigermaßen perplex und konnte einfach nicht glauben, dass diese Person das auch wirklich ernst meint. Aber so ist es. Der Gipfel ist ja sogar noch, dass sie damit keineswegs allein steht. Denn die anderen Mitglieder dieser Personengruppe, beriefen sich auf eine ähnliche Rechtfertigung.

Was beinhaltet nun also eine solche sogenannte Philosophie, die auf der Ausbeutung, Ermordung, Verwertung anderer, fühlender Lebewesen beruht? (Wie wir bald feststellen werden nicht nur dieser.) Die Person war sich völlig bewusst, dass für ihren (Tier-)Milchkonsum Kälber geboren werden und sterben müssen. Es ist natürlich kein Wunder, dass Menschen, die andere Tiere als minderwertig und stumpfsinnig ansehen, solche Fakten nicht weiter beunruhigen oder nachdenklich machen. Was ist schon das Leben eines Rindes, von denen nie irgendwelche philosophischen Schriften bekannt wurden, verglichen mit dem eines Menschen, der solch eine Lehre hervorzubringen weiß? Andererseits ist es auch kein Wunder, dass solche Menschen keinen Respekt vor Tieren haben, mit denen sie sich nie näher befasst haben - außer, wenn es darum geht, wie ihre toten Körper am ästhetischsten mit einer schmackhaften Soße serviert werden können.

Trotzdem ist es für Menschen wie mich, deren Einstellung von Respekt und Mitgefühl anderen Tieren gegenüber geprägt ist, doch sehr befremdlich, schockierend, abstoßend. Mit solchen Menschen möchte ich auch gar keine Kompromisse eingehen, denn der Grundsatz der Friedfertigkeit, Gewaltlosigkeit und Achtung anderen autonomen, fühlenden Lebewesen gegenüber, lässt sich für mich nicht verhandeln. Doch das sieht diese Person (und ihre Genoss_innen) etwas anders. Menschen sind eben Menschen und als Zentrum der Welt und aller "Geschöpfe", solle jeder Mensch doch bitte selbst entscheiden dürfen, wie viel, wie oft, wann, wozu, wie lange, wen, warum (obwohl die Angabe eines Grundes nicht immer unbedingt erforderlich ist) er_sie quält und umbringt. Und Quark- und Eispeisen sind doch wohl ein ausreichender Grund, andere zu lebenslanger Sklaverei und gewaltsamem Tod zu verurteilen.

Ich kann natürlich nicht sagen, auf welche großen Geister der Weltgeschichte sich so eine "Philosophie" beruft, aber ich denke da an große Männer wie Thomas von Aquin (der äußerst überzeugend den Standpunkt vertreten hat, das Schreien von Tieren sei nicht mehr als das Quietschen rostiger Maschinen.) oder - um ein aktuelleres Beispiel zu nennen - ... .

Eine Person dieser sympathischen Runde ist übrigens auch der Ansicht, dass Hefebakterien mit Säugetieren gleichzusetzen wären - somit ist es also nicht unethischer eine Ochsenschwanzsuppe zu essen als Hefeknödel. Es ist natürlich eine sehr bequeme Möglichkeit, alle Lebewesen dieses Planetens auf eine Stufe zu stellen, solange diese Stufe Menschen nicht mit einschließt und weit unter den Menschen steht und deshalb nicht weiter erörtert werden muss, ob eine Kuh eventuell zu größeren sensorischen und emotionalen Regungen fähig ist als ein völlig unspezialisierter Einzeller. Wer kann schon hundertprozentig ausschließen, dass Roggen und Hefe nicht ebenso Gefühle und Schmerzen empfinden können wie Rinder, Schweine, Hühner u.a.? Wer empfindet nicht auch Schuld bei dem Anblick quellenden Teiges, der mindestens genau so herzzerreißend grausam ist wie der eines Schweins, das in den Schlachthof getreten wird und seine Artgenoss_innen ausbluten sehen und riechen muss, bevor es dasselbe Schicksal erleidet? Sicher haben Hefebakterien ein ähnliches Bewusstsein für das Leiden ihrer Mit-Einzeller.

Wenn wir also demnächst einen veganen Kuchen oder eine vegane Pizza zubereiten wollen, sollten wir darauf achten, statt Hefe lieber Backpulver zu verwenden - Obwohl natürlich ebenso unklar ist, was die einzelnen Zutaten des Backpulvers bei ihrer industriellen Produktion durchleben mussten.

Statt aber zu dem Schluss zu kommen, dass, wenn schon alle gleichgestellt sind, bei allen Leid vermieden werden sollte, kommt diese Person zu dem Schluss, dass es doch nur gerecht ist, alle etwa gleich viel auszubeuten. Eine Pizza bestehend aus Hefe, Getreide, Pilzen, Tierleichen, Käse würde also etwa dieses Gleichgewicht und damit Gerechtigkeit herstellen können. Wobei dieser Denkvorgang eigentlich in einer Sackgasse enden müsste, denn ein tierliches Produkt "quält" immer mehr Pflanzen als Tiere (weil eine tierliche Kalorie ja erst durch etwa 10 pflanzliche Kalorien gewonnen werden kann). Dabei dürfen wir auch nicht die ganzen Bakterien vergessen, die auf den Pflanzen und in und an den Tieren leben und womöglich auch durch den Verwertungsprozess in ihren Lebensfunktionen beeinträchtigt werden. Wahrscheinlich "quält" ein tierliches Produkt also noch zigmillionen-Mal mehr Bakterien und pflanzliche Produkte zumindest einige hunderttausend-Mal mehr Bakterien. Eine wirklich traurige, erschütternde Bilanz.


Fassen wir also nochmal kurz zusammen: (Auflistung verständlicherweise unvollständig)

Die Opfer der Fleischfresser_innen:









Die Opfer der Vegetarier_innen:










Die Opfer der Veganer_innen:





Ich entschuldige mich dafür, an dieser Stelle die komplexen Standpunkte dieser (noch namenlosen) Philosophie nicht weiter ausführen zu können - ich bin eben noch ein Neuling auf diesem Gebiet.

.oO Leseproben aus "Dr. Ratte" (William Kotzwinkle)


~xX([Leseproben aus "Dr. Ratte" (William Kotzwinkle)])Xx~


"In der wüsten Apokalypse beschreibt William Kotzwinkle (der E.T. in Romanform brachte), wie die Tierversuche aus der Sicht der Opfer aussehen. Eine ätzende Satire." (Abendzeitung, München)

und

"Die Tierversuchsgegner haben ihre Bibel." (Münchener Stadtzeitung)


lauteten zwei Pressemeinungen zum Roman "Dr. Ratte" von William Kotzwinkle. Es ist allerdings verwunderlich, dass bei beiden ausschließlich die Tierversuche als Thema des Romans genannt wurden. Denn der Autor ist keineswegs so kleinkariert, sich allein auf die Vivisektion als Form der Ausbeutung fühlender Individuen durch den Menschen zu beschränken. Schlachtung, "Nutz"tierhaltung, "Haus"tierhaltung, Zoos, Walfang u.a. werden eben so satirisch wie sensibel aus der Perspektive der Opfer dargestellt. Dabei geht Kotzwinkle teils mit tiefstem schwarzen Humor, teils mit sensibelstem Feingefühl für tierliche Emotionen zur Sache. Alles in allem ein empfehlenswertes Buch für Menschen, die die Darstellung der brutalen Realität des Tiermissbrauchs ertragen können - und nicht die Augen davor verschließen wollen. Wenn auch in Romanform sind sämtliche zur Sprache gebrachten Quälereien schmerzlich real.


"In der Kolonie bin ich als Dr. Ratte bekannt. Und da ich diesem Labor schon so lange angehöre und ein so gründliches Studium absolviert habe, ist es nur recht und billig, dass ich ein anderes Unterscheidungsmerkmal besitze als bloß eine Tätowierung im Ohr, ein Zeichen, das auch alle anderen Ratten haben. Einige haben Tätowierungen und keilförmige Einschnitte im Ohr. Manche haben sogar drei oder vier Kerben im Ohr, aber das heißt nur, das man ihnen die Leber entfernt hat (eine Kerbe), Leber und Hypophyse entfernt hat (zwei Kerben), Leber, Hypophyse und Epiphyse entfernt hat (drei Kerben) und so weiter. Und wenn sie einem das Herz entfernt haben, sind keine weiteren Kerben mehr nötig, haha!

Dann legen sie bloß noch deine Knochen ein, legen sie deine Knochen ein.

Aber so langsam finde ich den Geruch von Formalin angenehm - eine 5 %-Lösung reicht aus, alle weichen Teile eines Rattenkörpers abzulösen. Ja, der Geruch ist meiner Nase angenehm, weil ich weiß, die Knochen sind nicht meine.

Von meinem Podium hier im Labyrinth aus kann ich den ganzen Vorgang überbicken - eine tote Ratte wird soeben in Formalin getaucht. Bald fallen alle weichen Teile ihres Körpers von ihr ab Dann genügt eine einfache Lösung aus Natriumcarbonat, Chlorkalk und Wasser, um alle noch hängengebliebenen Muskel- und Fettreste zu entfernen. Die Kosten sind nicht hoch. Für die betreffende Ratte sind die Kosten natürlich tödlich, aber was kümmert sie das, sie ist frei!

Tod heißt Freiheit, so lautet meine Devise. Ich tue für meine Mitratten, was ich kann: ich gebe ihnen meinen besten Rat. Denn wenn alles gesagt und getan ist, heißt die End-Lösung (5% Formalin) Tod, und Tod heißt Freiheit.

(...) "Keine Bange liebe Mitratte, es dauert nicht lange."

"Was machen die denn mit mir?"

"Nichts, was sie nicht früher oder später mit uns allen machen, lieber Bruder. Denke an die Devise: Tod heißt Freiheit."

"Ich will nicht sterben!"

Der Hochgelehrte Professor, der die vielen verschiedenen Experimente in unserem Labor leitet, ist jett an das Gestell herangetreten. Sorgfältig, teilnahmslos nimmt er die Lumbalpunktion vor und zieht der Ratte die Rückenmarksflüssigkeit ab. Jetzt möchte die Ratte sterben, das kann ich ihnen sagen.

Tod heißt Freiheit, Bruder!"

(S. 5-7)


"Wir leben in ewigem Tageslicht. So legen wir mehr. Wir sitzen auf Maschendrahtböden, damit unsere Exkremente auf das sich ständig drehende Förderband durchfalen, das sie wegbefördert. Die Schnäbel hat man uns abgeschnitten. Und wir sind krebskrank. Man nennt uns Legemaschinen.

Wir sind die besten Legemaschinen der Welt. Siebenundzwanzigtausend sind wir hier, unsere einzige Bewegung das Legen des Eies, das eine kleine Rutsche hinab von uns wegrollt.

Ich weiß noch, wie herrlich es war, als ich mich durch die Schale nach draußen pickte und in die warme helle Morgenröte des Lebens trat.

Ich habe keinen zweiten Sonnenaufgang erblickt. Wir leben in ewiger Mittagszeit. Meine Geburt war ein schrecklicher Fehler. Und trotzdem entwickelt sich, wie immer, ein Ei in mir. Ich kann's nicht aufhalten. Ich fühle es wachsen, und trotz aller Verbitterung empfinde ich eine kleine Regung von Zärtlichkeit. Ich wünschte mir so, ich könnte das Ei am Wachsen hindern, so dass ich diese zärtlichen Gefühle nicht kennen müsste. Aber ich kann's nicht. Ich bin eine Legemaschine, die beste Legemaschine der Welt.

"Sei nicht so traurig, Schwester. Es kommen bessere Zeiten."

Die irre Henne im Käfig neben mit ist einem hier in der Eierfabrik weit verbreitetem Irrtum zum Opfer gefallen. "Es kommen keine besseren Zeiten, Schwester", erwidere ich. "Nur noch schlechtere."

"Du irrst dich, meine Liebe. Zufällig weiß ich es. Sehr bald werden wir in einem wunderschönen Hühnerhof scharren."

Ich antworte gar nicht erst. Ihre Wahnideen machen ihr Mut. Und da unser Ende genau das gleiche ist was macht es da, wie wir unsere Tage hier verbingen? Soll sie doch von ihrem wunderschönen Hühnerhof träumen. Soll sie doch ihrem Traum weiter fortspinnen, bis sie sich einbildet, dass der Maschendrahtboden unter ihren Krallen warme trockene Erde ist. Wir haben nicht mehr viel Zeit vor uns. Unser Leben währt nur vierzehn Monate beständigen Eierlegens, und dann haben wir's hinter uns.

Eine Legemaschine!

Es gibt plötzlich viel Flügelgeflatter entlang dieses Zellenblocks und viel lautes Gegacker. Die Käfige gehen auf, und grobe Hände packen uns, eine nach der anderen.

"Siehst du, Schwester. Ich hab dir's doch gesagt, dass bessere Zeiten kommen. Jetzt kommen wir raus in unseren wunderschönen Hühnerhof."

"Ja, Schwester. Jetzt kommen wir endlich raus."

Nun werden wir mit dem Kopf nach unten aufgehängt, unsere Füße mit Draht zusammengebunden.

"Siehst du, Schwester. Genau, wie ich's dir gesagt habe - die besseren Zeiten sind endlich da."

Wir werden an ein langsam laufendes Förderband gehängt. Mit dem Kopf nach unten werden wir durch einen dunklen Tunnel befördert. Der Draht schneidet mir ins Fleisch. Schaukelnd schweben wir durch die Dunkelheit. Die gurgelnden Schreie ein Stückchen vor uns machen deutlich, was für bessere Zeiten gekommen sind.

"Unseren Lohn, Schwester, hier bekommen wir ihn endlich", schreit unsere wahnsinnige Schwester. "Wir waren gut und legten viele Eier, und jetzt erhalten wir unseren Lohn."

Der Schrei jeder Henne endet wie abgeschnitten, so dass ihr Gekreisch zu einem feuchten Gurgeln wird. Und dann das Geräusch von Tropfen: tropf, tropf, tropf.

"Oh, jetzt sehe ich ihn, Schwester, den wunderschönen Hühnerhof, von dem ich gesprochen habe, über und über mit roten Blumen bedeckt und..."

Der Brei rinnt ihr aus dem Hals."

(S. 37-39)

.oO In the Name of Covenience (Liedtext mit deutscher Übersetzung)

~xX([In the Name of Covenience - Contravene])Xx~



Over the hill there's a factory,
with walls a mile high and behind
those walls lies a killing floor
where thousands of animals die. So
welcome to the factory farm where
murder means production. Its the
product of supply and demand
supported by your consumption. And
so you swallow the lies and end
their lives but could you face
this horror? Could you stand and
watch as the blade slides across
their throat-their body is hung
upside down and they bleed to
death before you? Could you stand
and watch as the bolt drives
through their skull? Watch them as
they flail about and not have it
affect you? Could you stand and
watch as they beat an animal to
death? A full sized axe smashed
against its skull until there's
nothing left. How the fuck can you
stand and watch as a life becomes
a product, or as a child is ripped
from its mother to become the next
to receive this? These are lives,
not products. These are cows, not
beef. These are pigs, not pork.
These are chickens, not poultry.
These are calves, not veal. These
are lives, not products. These are
animals, just as we, and they
deserve to be free. Not the
voiceless victims of a murderous
process where we claim
superiority. Its up to every one
of us to stop this murder and it
starts on an individual level.
Lets make the choice to raise our
voice and not let up until they
tear every last factory down! From
the moment of birth their
hardships begin. They'll be wanted
for their flesh , their eggs,
their milk, their fur, their skin.
They'll be chained into veal
crates, or cages stacked up high,
and depending on their gender some
are simply left to die. Fed a
steady diet or rendered waste from
their own kind. They'll be injected
with hormones and drugs to keep
them all alive. Confined and
forced to inhale the stench of
growing piles of waste. Some will
become violent and neurotic due to
lack of space. And the animals
raped for their eggs and milk-
when their productive life is
through, they'll be shipped off to
slaughter in hopes that they'll be
consumed by me and you. Paraded
through the slaughterhouse where
they'll soon be known as meat. The
stench of blood and entrails from
the floor beneath their feet.
They'll watch the ones before them
and hear their final cries of
pain. Imagine the terror in their
minds as they watch their families
get slain. Their blood is cursing
through your veins. Suffer their
screams, suffer their pain. Remove
the blindfold from your eyes. You
have no right to take their lives.
In the name of convenience they
are victims of greed. Why support
torture for a product you don't
need? Stop for a moment, look in
their eyes. Watch what you are
guilty of-watch the way they die.
Few of us know what it is to fight
when you've already struggled with
all of your might. Few of us know
what it is to fight when its a
matter of death or a matter of
life. Few of us know what it is to
fight against neglect and abuse
that is kept out of sight. Few of
us know what it is to fight when
you have no defense against the
blade of the knife.


Übersetzung:
~xX([Im Namen der Bequemlichkeit - Contravene])Xx~

Über dem Hügel da liegt eine Fabrik,
Ihre Wände sind eine Meile hoch und hinter
diesen Wänden gibt es einen Schlachtraum,
wo tausende Tiere sterben. Also
Willkommen in der Tierfabrik, wo
Mord "Produktion" bedeutet.
Produkte, bestimmt von Angebot und Nachfrage,
unterstützt durch Deinen Konsum. Und
so schluckst Du die Lügen und beendest
ihre Leben, aber könntest Du Dir
diesen Horror mitansehen? Könntest Du dastehen und
zusehen wie die Klinge durch
ihre Kehlen gleitet, ihre Körper kopfüber hängen und sie
ausbluten direkt vor Deinen Augen? Könntest Du dastehen und
zusehen wie der Bolzen durch ihre Schädel schlägt? Zusehen
wie auf sie eingedroschen wird, würde Dich das nicht
berühren? Könntest Du dastehen und
zusehen, wie sie ein Tier zu Tode prügeln?
Eine riesige Axt spaltet den Schädel
bis nichts mehr davon übrig ist.
Wie verdammt nochmal kannst Du
dastehen und zusehen wie ein Lebewesen zur
Ware wird, oder wie ein Kind seiner Mutter entrissen wird,
damit es als nächstes dieses Schicksal miterlebt?
Es sind Lebewesen, keine Waren.
Es sind Rinder, nicht Steak.
Es sind Schweine, nicht Schnitzel.
Es sind Hühner, nicht Nuggets.
Es sind Kälber, nicht Wiener Schnitzel.
Es sind Lebewesen, keine Waren.
Sie sind Tiere genau wie wir
und sie verdienen frei zu sein. Nicht die
stummen Opfer eines mörderischen Prozesses,
in dem wir Überlegenheit beanspruchen.
Es ist an jedem_jeder von uns diesen Mord zu beenden
und es beginnt auf einem persönlichen Level.
Triff die Entscheidung Deine Stimme zu erheben
und nicht eher aufzugeben bis die letzte Tierfabrik abgerissen wurde.
Schon vom Moment ihrer Geburt an beginnt ihr Leidensweg.
Sie werden für ihr Fleisch, ihre Eier,
ihre Milch, ihr Fell, ihre Haut gebraucht.
Sie werden in Verschlägen (Kälberboxen) angekettet,
oder in hoch aufgestapelte Käfige gesteckt, und abhängig von
ihrem Geschlecht werden manche einfach dem Tod überlassen.
Ständig hungerleidend oder fett gemästet
mit ihren eigenen Artgenoss_innen.
Ihnen werden Hormone gespritzt und Drogen
halten sie am Leben. Eingezwängt und gezwungen
immer größere Berge von Scheiße einzuatmen.
Mangels Platz werden einige aggressiv oder neurotisch.
Und die Tiere, die für ihre Eier und Milch vergewaltigt werden,
werden zum Schlachter gebracht,
wenn ihre produktive Zeit vorüber ist,
in der Hoffnung, dass sie von Dir und mir verzehrt werden.
Durchs Schlachthaus geführt, werden sie bald als "Fleisch" bezeichnet.
Ein Gestank von Blut und Eingeweiden geht vom Boden
unter ihren Füßen aus. Sie mussten ihre Vorgänger_innen sehen
und danach ihre letzten Schmerzensschreie mitanhören.
Stell Dir nur den Terror in ihren Köpfen vor, während sie mitansehen
müssen wie ihre Familien abgeschlachtet werden.
Ihr Blut kreist durch Deine Adern.
Voller Leiden ihre Schreie, voller Leiden ihr Schmerz.
Nimm die Binde von Deinen Augen. Du hast
kein Recht ihnen das Leben zu nehmen.
Im Namen der Bequemlichkeit sind sie Opfer
der Gier. Warum Folter unterstützen, für ein Produkt,
das Du gar nicht brauchst? Halt ein für einen Moment
und schau in ihre Augen. Schau Dir an wessen Du Dich
schuldig machst, schau Dir an wie sie sterben.
Wenige von uns wissen, was es bedeutet zu kämpfen, wenn Du
Dich bereits mit all Deiner Kraft wehrst. Wenige von uns wissen,
was es bedeutet zu kämpfen, wenn es um Leben und Tod geht.
Wenige von uns wissen, was es bedeutet gegen Fahrlässigkeit und
Missbrauch zu kämpfen, die geheim bleiben sollen.
Wenige von uns wissen, was es bedeutet zu kämpfen, wenn Du keine
Möglichkeit hast, Dich gegen die Klinge des Messers zu wehren.

.oO C.E.T.A. (Liedtext)

~xX([KURHAUS: C.E.T.A.])Xx~
(Cannibals for the Ethical Treatment of Animals)

"no, there are no reasons to kill
with every meal of yours
you steal a part of me
i love animals, you eat them
so, what's the fucking clue?
shall i break into your house
to rape you, steal your child
to boil it in sauces
and serve it to my friends
enjoying the taste of dead flesh
is that what you call civilized
there are no excuses"


-------
Übersetzung:

C.E.T.A. (Kannibal_innen für die ethische Behandlung von Tieren - Anspielung auf PeTA)

"Nein, es gibt keine Gründe zu töten
Mit jeder Mahlzeit
Stiehlst Du einen Teil von mir
Ich liebe Tiere, Du isst sie
Also, was ist der springende Punkt?
Soll ich bei Dir zu Hause einbrechen,
Dich vergewaltigen, Dein Kind stehlen,
um es in Soße zu kochen
und es meinen Freunden zu servieren
damit sie den Geschmack toten Fleisches genießen können?
Ist es das, was Du zivilisiert nennst?
Es gibt keine Entschuldigungen!"

.oO Bücherempfehlungen zum Thema Tierrechte (Liste)


~xX([Tierrechts-Bücherliste])Xx~


'''Endzeit für Tiere'''
''Sina Walden, Gisela Bulla''

Der Mensch führt einen einseitigen und erbarmungslosen Krieg gegen die Tierwelt. Die Befreiung der Tiere ist ein notwendiger Akt der Gerechtigkeit wie einst die Befreiung der Sklaven. Überarbeitete und erweiterte Neuauflage. Ein Klassiker der ersten Stunde.

''Rowohlt Verlag, Reinbek bei Hamburg, 1984, Taschenbuch, 312 Seiten
ISBN 3-499-19310-8''


'''Das Tier in Religion, Recht und Ethik'''
''Sina Walden''

Der für Volkshochschulen konzipierte Vortrag gibt einen weit gespannten, aber gut verständlichen Überblick über die kulturgeschichtlichen Wurzeln des heutigen westlichen Tierverständnisses in seiner Widersprüchlichkeit. Er geht der Frage nach: Wie konnte es dazu kommen, dass die Tiere nicht in das Grundgerüst unserer Wertsetzungen eingebunden wurden, dass die für Menschen gültigen Moral- und Rechtsbegriffe geradezu auf den Kopf gestellt werden, wenn es um Tiere geht?

''Kolophon Verlag, Siegen, 2000, Online-Publikation
Bezugsquelle: animal-rights.de''


'''Tier?Rechte'''
''Unabhängige Initiative Informationsvielfalt''

Tatblatt: Schwerpunktnummer 11/12/13/14/2000. Aus dem Inhalt: Standpunkte, Rechte, Freiheiten: Diskussion mit TierrechtlerInnen, Sexualität und Fleisch: Tierrechte und feministische Theorie, Unity of Opression, Tier-KZ? Analyse und Verwerfung eines Vergleichs, Die Geschichte der Tierrechtsbewegung, Gewalt gegen TierrechtlerInnen, Tierrechts-Lexikon u.a.m.

''Unabhängige Initiative Informationsvielfalt, Wien, 2000, Heftung DIN A4, 80 Seiten
Bezugsquelle: Infrastruktur, Wielandgasse 2-4/414, A-1100 Wien''


'''Die Würde der Kreatur'''
''Gotthard M. Teutsch''

Erläuterungen zu einem neuen Verfassungsbegriff am Beispiel des Tieres.

''Haupt Verlag, Wien, 1995, Großband, 120 Seiten
ISBN 3-258-05183-6''


'''Animal Liberation - Die Befreiung der Tiere
Die Befreiung der Tiere'''
''Peter Singer''

Grundlegendes philosophisches System. Eines der wichtigsten Bücher der Tierrechtsbewegung — eine rationale Begründung einer artübergreifenden modernen Ethik. Ein Klassiker. 2., überarbeitete Fassung. In deutscher Sprache.

''Rowohlt Verlag, Reinbek bei Hamburg, 1996, Taschenbuch, 415 Seiten
ISBN 3-499-19910-6
Bezugsquelle: Exklusiv bei veganbasics.de, dem Internet-Shop von veganissimo.de und vegan.de''


'''Verteidigt die Tiere
Überlegungen für eine neue Menschlichkeit'''
''Peter Singer''

Mit Beiträgen von Tom Regan, Mary Midgley u.a. Seine Vielzahl an Perspektiven philosophischer und pragmatischer Art, die ausnahmslos bestechend gut formuliert sind, machen dieses Werk eindrucksvoll und interessant.

''Ullstein Verlag, Frankfurt a. M., 1988, Taschenbuch, 340 Seiten
ISBN 3-548-34462-3''


'''Die Vernunft der Tiere'''
''Hans-Peter Schütt''

Essays europäischer Denker von Plato bis Schopenhauer.

''Keip Verlag, Goldbach, 1990, Taschenbuch, 202 Seiten
ISBN 3-8051-0502-9''


'''Das Tier im Machtbereich des Menschen'''
''Julie Schlosser''

Tiere leben unter der Herrschaft des Menschen, wie kleine Kinder unter bewaffneten Riesen leben würden. Die Autorin setzt sich für das Tier ein. Für damalige Verhältnisse sicherlich eine radikale Schrift.

''Ernst Reinhardt Verlag, München, 1954, Hardcover, 139 Seiten''


'''Die Rechte der Tiere'''
''Henry S. Salt''

Herausgegeben von der Gesellschaft zur Förderung des Tierschutzes und verwandter Bestrebungen, Sitz in Berlin.

''Magnus Schwantje, Berlin, 1907, Heftung, 107 Seiten''


'''Noahs Erbe
Vom Recht der Tiere und den Grenzen des Menschen'''
''Richard David Precht''

Wo ist die Grenze zwischen Mensch und Tier? Woher kommt unser Weltbild und unser selbstzerstörerischer Umgang mit der Natur, unser Mangel an Sensibilität für nicht-menschliche Lebewesen? Der junge Wissenschaftler Precht schlägt in diesem äußerst spannenden Buch einen großen Bogen von der Evolutionstheorie und Verhaltensforschung über Religion und Philosophie bis zur heutigen Politik, Wirtschaft und Alltagsmoral. Scharfsinnig und scharfzüngig, mit enormer Sachkenntnis und respektlosem Witz räumt der Autor die ererbten Vorurteile des Menschen über sich selbst und die Tiere auf der ganzen Strecke so gründlich ab, dass es auch für beschlagene Tierrechtler/innen viel zu lernen gibt. Merkwürdig ist nur, dass der Autor nach 376 Seiten maximaler Aufklärung auf zwei Seiten sein Werk geradezu zerstört, indem er mit minimalen pragmatischen Forderungen schließt, die kaum über den schwunglosesten traditionellen Tierschutz hinausgehen. Man reibt sich die Augen. Aber kein Grund zur Entmutigung: Das Buch selbst liefert genug Material zu einer viel radikaleren Haltung.

''Rotbuch Verlag, Hamburg, 1997, Hardcover, 405 Seiten
ISBN 3-88022-517-6''


'''Das Tierbuch'''
''Eva Kroth''

Das Tierbuch ist die Fotodokumentation über die grausame Wirklichkeit von weit über 100 Millionen Tieren in Deutschland. Es zeigt die Welt eines gigantischen Tierausbeutungssystems, das mit einer Rücksichts- und Gnadenlosigkeit arbeitet, wie es sie noch nie zuvor in der Tier- und Menschheitsgeschichte gegeben hat. Das Tierbuch zeigt, wie mit dem Leid der Tiere Milliardenumsätze gemacht werden, wer profitiert, wer die wirklichen Täter sind, wie weit wir uns mitschuldig machen, wie wir den Tieren helfen können. Mit 227 Fotos, die z.T. aus Labors, Firmen und Lagern herausgeschmuggelt wurden.

''Zweitausendeins, Frankfurt a. M., 2000, Hardcover, 360 Seiten
ISBN 3-86150-353-0
Bezugsquelle: Zweitausendeins Verlag, Postfach, 60381 Frankfurt a.M., WWW: www.Zweitausendeins.de ''


'''Tiere als Ware
Gequält, getötet, vermarktet'''
''Manfred Karremann, Karl Schnelting''

In diesem Buch wird auf der Grundlage von Filmen des ZDF die Kehrseite des Wohlstandes gezeigt — die Tierquälerei, die mit der kommerziellen Ausbeutung von Tieren einhergeht. Themen: Massentierhaltung, Tiertransport, Schlachthöfe, Tierversuche, Heimtierhaltung u.a.

''Fischer Verlag, Frankfurt a. M., 1992, Taschenbuch, 146 Seiten
ISBN 3-596-11631-7''


'''Operation Tierbefreiung
Ein Plädoyer für radikale Tierrechtsaktionen'''
''Edmund Haferbeck, Frank Wieding''

Seit mehr als 15 Jahren holen Autonome Tierschützer Tiere aus Versuchslaboratorien, befreien Pelztiere oder zerstören Maschinen und andere Gegenstände, mit denen unsere Mitgeschöpfe gequält und ermordet werden. Dieses Buch ist das erste im deutschsprachigen Raum, das Tierbefreiungen, Wirtschaftssabotage und die Reaktion von Tierausbeutern und Justiz auf die Aktionen beleuchtet.

''Echo Verlag, Göttingen, 1998, Taschenbuch, 272 Seiten
ISBN 3-926914-31-9''


'''Tiere — Geliebt, gequält, gefoltert'''
''Helmut F. Frank''

Der Autor recherchierte die verschiedensten Aspekte der alltäglichen Mensch-Tier-Beziehung und kam dabei zu den erstaunlichsten Ergebnissen. Themen: Tierliebe, Tierversuche, Jagd u.a.

''Moewig Verlag, Rastatt, 1987, Taschenbuch, 221 Seiten
ISBN 3-8118-3223-9''


'''Das Recht der Tiere in der Zivilisation'''
''Wilhelm Brockhaus''

Einführung in Naturwissenschaft, Philosophie und Einzelfragen des Vegetarismus. Ein Klassiker.

''Hirthammer Verlag, München, 1975, Hardcover, 310 Seiten
ISBN 3-921288-18-5''


'''Zeitbombe Tierleid
Ein Report über das Geschäft mit Tieren'''
''Wolfgang Bittermann, Franz-Joseph Plank''

Das Buch basiert auf der vom österreichischen Umweltministerium in Auftrag gegebenen Studie »Das Leiden der Tiere in unserer Gesellschaft«, Wien 1989. Themen: Massentierzucht, Tiermedizin: Handlanger der Bio- und Gentechnik, Wie gesund sind Nutztiere?, Intensive Rinderhaltung, Industrielle Schweineproduktion, Die Hühner- und die Eierindustrie, Transport und Schlachtung, Das Elend der Versuchstiere.

''Orac Verlag, Wien, 1990, Hardcover, 256 Seiten
ISBN 3-7015-0131-9''

(Quelle:http://www.veganissimo.vegan.de/band3/buecher.php4?bereich=Tierrechte%2C%20Tierrechtsbewegung )

.oO Ausreden der FleischesserInnen (teilweise auch VegetarerInnen) und ihre Wiederlegung


~xX([Ausreden der FleischesserInnen und ihre Wiederlegung])Xx~



Ich habe das Tier ja nicht getötet

Menschen, die Fleisch kaufen oder aus Tieren hergestellte Produkte verwenden (z.B. Leder), sind dafür verantwortlich, daß allein in Großbritannien jährlich 700 Millionen Tiere getötet werden. Das Töten wird in ihrem Auftrag vollzogen und mit ihrem Geld finanziert. Sie sind zwangsläufig mitschuldig.


Die Tiere werden human getötet

In Großbritannien hat das regierungseigene Aufsichtskomitee, »Farm Animal Welfare Council« (FAWC), im Jahresbericht von 1984 festgestellt, daß das Wohlergehen der Tiere in britischen Schlachthöfen »geringe Priorität« genießt. Kritisiert wurden u.a. die »besorgniserregende Ignoranz« der Angestellten, sowie die anhaltende und unnötige Verwendung elektrischer Stachelstöcke, um die Tiere zu treiben. Es wurde als »sehr wahrscheinlich« angenommen, daß die Betäubungsmethoden vor dem Töten nicht ausreichen, um die Tiere schmerzunempfindlich zu machen. Insgesamt wurden 117 Verbesserungsvorschläge gemacht, von denen bis jetzt nur wenige umgesetzt wurden.

Doch die Schlachtbedingungen sind nicht der springende Punkt. Töten ist Unrecht und wird immer Unrecht bleiben - egal wie »human« es auch durchgeführt wird. Würden wir jemals einen Kindermörder von seiner Schuld freisprechen, weil er seine Opfer »human« getötet hat?


Die Tiere werden dafür gezüchtet

Tiere, die für unsere Nahrungsbedürfnisse gezüchtet werden, sind genauso leidensfähig wie ihre freilebenden Artgenossen. Es ist ihr Leiden, um das es geht.


Tiere sind dazu da, genutzt zu werden

Die Tiere sollten für den Menschen nicht Mittel zum Zweck sein. Sie sind unabhängige, freidenkende Individuen mit eigenen Bedürfnissen und Wünschen. Es besteht keine Notwendigkeit, sie so leiden zu lassen und sie zu töten - daher haben wir auch kein Recht dazu.


'''Gäbe es die fleischverarbeitende Industrie nicht, wären die Tiere gar nicht auf der Welt'''

Diese Tiere werden in ein kurzes, miserables und leidvolles Leben hineingeboren, das mit einem gewaltsamen Tod endet. Für sie wäre es ohne Zweifel besser, nie gelebt zu haben. Was würdest Du vorziehen?


Die Tiere kennen es ja nicht anders

Das Leid der Tiere wird nicht dadurch gelindert, daß sie keinen Vergleich haben. Ihre existenziellen Bedürfnisse bleiben immer bestehen. Die Frustration dieser Bedürfnisse macht einen großen Teil ihres Leidens aus. Es gibt so viele Beispiele: Die Milchkuh, die niemals ihr eigenes Kalb aufziehen darf; die »Batteriehenne«, die weder umherlaufen, noch jemals ihre Flügel ausbreiten kann; das Schwein, das niemals ein Nest bauen oder auf dem Waldboden nach Futter wühlen kann, etc. Wir nehmen den Tieren ihr Grundrecht - das Recht zu leben.


Irgendwann und irgendwie müssen die Tiere ja sowieso sterben

Auch Menschen müssen irgendwann einmal sterben, was uns aber nicht das Recht gibt, jemanden umzubringen (..., aufzuessen und aus seinen Knochen z.B. Seife herzustellen).


Veganismus und Vegetarismus sind in unserer Gesellschaft schwer praktizierbar

Obwohl der Vegetarismus mittlerweile mehr oder weniger akzeptiert ist, wird der Veganismus noch von vielen Menschen mit Argwohn betrachtet. Das wird sich nur ändern, wenn sich auch der Veganismus weiter etabliert. Anstatt also das o.g. Argument als Rechtfertigung für die eigene Selbstgefälligkeit zu benutzen, sollten wir es vielmehr zum Anlaß nehmen, diese Entwicklung nach Kräften zu unterstützen.

Die Prioritäten sind klar: Kein Tier sollte leiden oder sterben, um uns soziale Unbequemlichkeiten zu ersparen - Leben ist zu wertvoll.


Aus Tieren hergestellte Produkte steigern unsere Lebensqualität

Es ist verwerflich, aus reiner Vergnügungssucht das Leiden und Sterben anderer Lebewesen zu verursachen. Dies entspricht allgemeinem moralischem Empfinden, das die meisten Menschen auf unserer Erde teilen.

Mit unserem grenzenlosen Genie werden wir auch andere Wege finden, um unsere »Bedürfnisse« zu befriedigen.


Wenn nur ich mich vegan / vegetarisch ernähre, würde das auch nichts ändern

Der Durchschnittsbrite ißt im Laufe seines Lebens 36 Schweine, 36 Schafe, 8 Rinder und 550 Vögel auf.

Verglichen mit dem Gesamtausmaß der Fleischindustrie fällt dies kaum ins Gewicht. Aber der Vegetarismus befindet sich im Aufwärtstrend. Ich selber wurde durch andere Menschen angeregt, Vegetarier und später dann Veganer zu werden. Andere Menschen folgten meinem und wieder andere dann deren Beispiel. Wir können alle etwas bewirken, weil wir nicht allein sind.

Wenn sich die Zahl der vegan oder vegetarisch lebenden Menschen in Großbritannien nur verdoppeln würde, könnte dies 60 Millionen Leben retten.


Die tierverarbeitende Industrie ist ein bedeutender Wirtschaftsfaktor

Wir können eine Verfahrensweise nicht rechtfertigen oder verteidigen, weil sie gewinnbringend ist. Schließlich geschehen die meisten Verbrechen aus profitorientierten Motiven.

Wir sollten uns nicht fragen, wieviel uns das Leben eines Tieres wert ist, sondern was es dem Tier bedeutet: für das Tier ist sein Leben alles!


Die Tiere haben sich den Haltungsbedingungen angepaßt

Die Tiere sind gezwungen, sich anzupassen, um der ihnen abgeforderten Steigerung ihrer Produktivität gerecht zu werden. Hierbei wird ihre körperliche Leistungsfähigkeit allzu häufig überstrapaziert.

Ein typisches Beispiel dafür ist die Milchkuh, die als Konsequenz einer zehnfach höheren Milchproduktion zu lahmen beginnt (siehe Frage 12 im Bereich Milch), oder die Masthähnchen, von denen 6% an körperlicher Überanstrengung sterben, weil sie ihr Gewicht innerhalb von sieben Wochen um das 50 bis 60fache steigern müssen. Diese erzwungene Anpassung verstärkt einzig und allein das Leiden der Tiere.


Vegane / vegetarische Ernährung ist zu teuer

Tierprodukte, insbesondere Fleisch und Käse, sind die teuersten Nahrungsmittel überhaupt. Je mehr wir diese Produkte durch preiswerteres (und gesünderes) Obst und Gemüse ersetzen, desto mehr Geld sparen wir.

(Quelle: http://www.veganissimo.vegan.de/band2/bereiche/entschuldigungen.shtml)

.oO Jenny Wicke: Worte eines Schnittlauchkriegers (Textauszug))


~xX([Jenny Wicke: Worte eines Schnittlauchkriegers])Xx~


Eines, worüber vielleicht die wenigsten Menschen nachdenken, ist die Geisteshaltung und -stärke eines Veganers. Oft höre ich nur, wieviel Mitleid doch auch die arme Gurke verdient oder dass das Schwein doch eh sterben müsste. Andere gestehen auch, dass sie niemals ohne dies oder ohne das leben könnten. Deshalb ergibt sich für mich folgende Überlegung: Wenn man dazu fähig ist, sich ethische Grundsätze zu schaffen, die so solide sind, dass sie nicht an den Gelüsten und Vorlieben zugrunde gehen, dass sie nicht an Indifferenzen mit gegensätzlichen Meinungen zersplittern, kann man sich auf der Entwicklungstreppe des Gewissens eine Stufe weiter sehen. Alle, die diesen Weg gehen und noch gehen werden, haben gelernt, die Welt mit anderen Augen zu sehen. Vielleicht mögen sie für manche Gestalten aus einer anderen Welt sein und als Schnittlauchkrieger um das Salzfass tanzen, aber, ihr grünen Stengel, fragt euch auf der anderen Seite: Wie weit denkt dieser Mensch?

Er lebt ohne zu leben. Oft sagt man zu mir, ich würde so gut wie alle schönen Seiten des Lebens verpassen. Wenn ihr das so seht, tanzt ihr euren Tanz mit Sonnenbrille und verschlossenen Augen.

Wie weit denkt er? Unsere Nahrung ist die Grundlage unserer Existenz. Um so näher man sich mit dieser Ebene befasst, um so mehr erfährt man aber sich selbst und alles andere.

( http://antispe.de/txt/schnittlauch.html )

.oO Leonard Nelson: Das Recht der Tiere (Textauszug)


~xX([Leonard Nelson: Das Recht der Tiere])Xx~


Ich behaupte, daß es ein Recht der Tiere gibt, nicht von den Menschen zu beliebigen Zwecken mißbraucht zu werden. Dies ist etwas sehr anderes als ein Recht der Menschen, nicht durch das Ärgernis der Tierquälerei verletzt zu werden. Wem dies nicht einleuchtet, oder wem die damit erhobene Forderung zu weitgehend erscheint, der braucht sich nur die Frage vorzulegen, ob er für sich selbst damit einverstanden sein würde, von einem ihm an Macht überlegenen Wesen nach dessen Belieben mißbraucht zu werden.

Man darf daher diese Forderung auch nicht etwa als einen Ausfluß bloßer Sentimentalität ansehen. Denn sie verlangt nur die Erfüllung einer Pflicht, nicht aber mutet sie uns einen Akt des Wohlwollens zu. Wenigstens wird man so lange hier nicht von übertriebener Sentimentalität sprechen dürfen, als man sich noch die Sentimentalität gestattet, nicht selber durch den bloßen Anblick der Tierquälerei gequält werden zu wollen, durch einen Anblick, der doch wohl im allgemeinen eine weit geringere Qual bedeutet als die dem gequälten Tier selbst zugefügte. Wer auch nur die Möglichkeit zugesteht, durch den Anblick von Tierquälerei selbst gequält zu werden, der gesteht damit zu, daß auch die Tiere den Schmerz empfinden. Und er beweist damit zugleich, daß er in die dem Tiere zugefügten Leiden seinerseits nicht einwilligen würde.

Wer daher die Forderungen der strengen Durchführung eines gesetzlichen Rechtsschutzes der Tiere als einen Ausfluß sentimentaler Schwäche verwirft, der dürfte wenigstens auch nicht so sentimental sein, daran Anstoß zu nehmen, wenn sonst wehrlose Wesen, etwa seine eigenen Kinder, von anderen zu beliebigem Genuß mißbraucht werden. Ja zu allererst müßte er, um der Konsequenz willen, für seine eigene Person auf allen und jeden gesetzlichen Rechtsschutz zu verzichten bereit sein. Er müßte sich denn zu der Behauptung versteigen, daß die bloße größere Macht, sich selbst gegen Mißhandlungen zu schützen, einen größeren Anspruch auf staatlichen Schutz begründe.

Es ist der untrüglichste Maßstab für die Rechtlichkeit des Geistes einer Gesellschaft, wie weit sie die Rechte der Tiere anerkennt. Denn während die Menschen sich nötigenfalls, wo sie als einzelne zu schwach sind, um ihre Rechte wahrzunehmen, durch Koalition, vermittelst der Sprache, zu allmählicher Erzwingung ihrer Rechte zusammenschließen können, ist die Möglichkeit solcher Selbsthilfe den Tieren versagt, und es bleibt daher allein der Gerechtigkeit der Menschen überlassen, wie weit diese von sich aus die Rechte der Tiere achten wollen.

(Quelle: Leonard Nelson, "Das Recht der Tiere", aus: "System der philosophischen Rechtslehre und Politik", 1924
URL: http://antispe.de/txt/nelson.html )

.oO Tom Regan: Subjekt-eines-Lebens als inhärenter Wert (Textauszug)


~xX([Tom Regan – Subjekt-eines-Lebens als inhärenter Wert])Xx~


Regan betrachtet Wesen mit komplexem Seelenleben, dazu zählt er Fähigkeiten wie Wahrnehmungen, Wünsche, Ziele, Gedächtnis, Annahmen und ein Gefühl psychophysischer Identität. Mindestens solche Wesen haben biologische, psychologische und soziale Interessen, die im Laufe des Lebens mehr oder weniger realisiert werden können. Regan spricht hier von Wohlergehen. Sie haben zudem Präferenzen, welche sie selbst verfolgen wollen und sie werden frustriert, wenn ihnen diese Möglichkeit genommen wird. In diesem Sinne führen sie ein eigenes Leben und besitzen Autonomie. Die so charakterisierten Wesen nennt Regan „Subjekte eines
Lebens“. Diesen kann man auf zwei Arten schaden: man kann ihnen etwas antun oder etwas vorenthalten. Letzteres muss weder schmerzhaft noch den Opfern durch Vergleichsmöglichkeiten und Vorstellungsvermögen immer bewusst sein. Z.B. wenn eine junge, kluge Frau mittels schmerzloser Injektion in eine zufriedene Schwachsinnige verwandelt oder getötet wird.
Moralische Akteure („moral agents“) sind nun solche Individuen, die aufgrund ihrer psychischen Fähigkeiten auch moralisch urteilen und handeln können, also Verantwortungsbewusstsein haben. Das sind gesunde, erwachsene Menschen. Die übrigen nennt er Moralisch-Betroffene („moral patients“), das sind z.B. Kleinkinder, geistig Behinderte und viele Tiere. Hätten wir diesen Wesen gegenüber keine direkten Pflichten, hieße das, dass es gleichgültig wäre, wie unser Handeln diese Individuen selbst betrifft, entscheidend wäre nur, ob andere Akteure betroffen sind. Da aber auch Moralisch-Betroffene ein Wohlergehen haben und auf gleiche Weise geschädigt werden können wie Akteure, gibt es keine Rechtfertigung, diese Schäden moralisch anders zu berücksichtigen. Die erstmals von Leonard Nelson eingeführte Trennung von Rechtssubjekt und Pflichtsubjekt ist im abendländischen Denken revolutionär, wird jedoch bei der selbstverständlichen Unterscheidung zwischen Rechtsfähigkeit und Deliktsfähigkeit implizit vorausgesetzt. Für ein Pflichtsubjekt (Akteur) gelten weit
höhere qualifizierende Anforderungen als für ein Rechtssubjekt (Betroffener), nicht jedes Rechtssubjekt ist daher auch Pflichtsubjekt.
Regan entwickelt sein Konzept in einer Auseinandersetzung zwischen fundamentalen, wohlreflektierten moralischen Intuitionen* und anderen ethischen Theorien. Die bloße Maximierung der Interessen aller Betroffenen, wie sie im Utilitarismus propagiert wird,kann leicht auf Kosten einzelner gehen und damit zu individuellen Ungerechtigkeiten führen. Insbesondere kann dieser nichts gegen heimliche Tötungen einwenden. Daher wendet Regan den Blick von den Erlebnissen auf die Individuen selbst, welchen er einen eigenständigen, inhärenten Wert zuschreibt. Dieser ist unabhängig von Erlebnissen, denn wer ein glückliches Leben führt, ist deshalb nicht mehr wert.Da die Pflicht zur Gerechtigkeit grundlegend und nicht erworben ist, haben Wesen mit inhärenten Wert auch das moralische Recht, dass dieser gleichermaßen respektiert wird und dürfen nie so behandelt werden, als hinge ihr Wert von ihrer Nützlichkeit für andere ab.

.oO Veganismus - ethische Verantwortung auch für Kinder


~xX([Veganismus - ethische Verantwortung auch für Kinder])Xx~


(openPR) - Veganismus bedeutet, sich nicht an der alljährlichen Ermordung von fünfundvierzig Milliarden Hühnern,
eineinviertel Milliarden Schweinen, Milliarden anderen Säugetieren, Vögeln, Fischen und weiteren Spezies für den
menschlichen Konsum zu beteiligen - weder durch Ernährung("Kotelett", "Saumagen", "Käsebrot", "Blutwurst", "Omelette") noch durch Gebrauchsgegenstände ("Leder"schuhe, "Pelz"mantel, "Seiden"schal, "Daunen"kissen). Veganismus bedeutet keinen Verzicht auf Pizza, Kuchen, Eiscreme, Schokolade oder auch Schuhe, Jacken und Betten - all das ist problemlos vegan möglich. Veganismus ist primär eine Frage der Ethik, des Antispeziesismus und der Tierrechte. Veganismus bedeutet vor allem nicht: auf einer einsamen Insel gestrandet zu sein und dort nichts als Kokosnüsse zu essen. Nicht: in der Sahelzone von einer Handvoll Reis zu leben. Nicht: ausschließlich Salat oder Körner oder rohe Kartoffeln, oder was sich noch an obskuren Diäten finden läßt, zu verzehren. Nicht: sich von Rasenschnitt und frisch geschroteten Kieselsteinen zu ernähren. Erst recht nicht: den absonderlichen Lehren eines "Gesundheitsgurus" zu folgen, der predigt, nur Stroh zu essen und Krankheiten gesundzubeten.

Wer das alles unter "Veganismus" subsummiert, kann ebenso Leute, die nur Wandfarbe oder Feuerzeugbenzin trinken, als "Antialkoholiker" bezeichnen, solche, die nichts als Wasserdampf oder Methangas einatmen wollen, "Nichtraucher" nennen. Analog zu "Veganer lassen Kind verhungern" könnten Zeitungstitel dann laute: "Antialkoholiker lassen Kind verdursten" und "Nichtraucher lassen Kind ersticken". "Wissenschaftler" könnten zitiert werden, die statt vom "Protein und Kalzium" in "Fleisch und Milch" vom Sauerstoff im Zigarettenrauch und den Vitaminen im Bier schwärmen. Das ist der Punkt: so wie Nichtrauchern und Antialkoholikern - wenn sie denn vernünftig Luft atmen und Wasser trinken - nicht der zweifellos im Rauch enthaltene Sauerstoff oder die Vitamine im Bier fehlen, so kommt in Leichen, Kuhdrüsensekreten usw. nichts vor, das in einer vernünftigen veganen Ernährung fehlen würde. Ernährungs"wissenschaftler", die Gegenteiliges behaupten, ignorieren die Existenz unzähliger gesunder von der Zeugung an veganer Kinder und lebenslanger Veganer - so wie ein Geowissenschaftler, der behauptet, die Erde sei eine Scheibe, Erdumseglungen und Satellitenfotos ignorieren müßte.

Durch Veganismus stirbt kein Kind. Im Gegenteil: Nichtveganismus kostet nicht nur Milliarden nichtmenschlicher Tiere das Leben, vielmehr sterben auch Menschen daran, von Säuglingen, bei denen Honig eine Ursache für den plötzlichen Kindstod ist, bis zu Krebs oder Herzkrankheiten später, da die Nahrungsgewohnheiten, die Kindern oktroyiert werden, in der Regel beibehalten werden. Dennoch verbreiten die Medien alle paar Jahre oder Monate, ein Kind sei durch Veganismus gestorben - eine Lüge, die jedesmal durch ein klein wenig Recherche zu widerlegen wäre, sei es, daß sich herausstellt, daß, wie im Fall der 17(!)jährigen Martina aus Österreich religiöser Wahn dahintersteckte (und die ganze "vegane" Familie u.a. Eier konsumierte), sei es, daß - wie vor einigen Jahren in England - ein Säugling von Rohköstlern mit Tomatensaft "ernährt" wurde. Doch jedesmal wird dies dem Veganismus angelastet (vgl. Pressemitteilung vom 10. Juni 2004).

Woran also starb Leon in Wahrheit?

Seine Eltern hingen, wie einigen wenigen Presseberichten zu entnehmen ist, der "Ernährungslehre" eines Steuerfachmanns an:
Franz Konz. Dieser leugnet u.a. in vielsagenden Worten Viren als Ursache für Aids: "Es sind die schlimmen
Lebensgewohnheiten, die dem oft egoistischen, haltlosen, gierigen und nur nach exzessiven, unnatürlichen Höchstgenüssen strebenden ungebildeten Homo oder Fixer eine der mit angeblich als AIDS definierten Vielzahl von Krankheitszeichen bringen - nicht die Viren. Nicht die Viren sind schuld! [Viren] sind Aasvertilger! Wenn es sein muß, 'vertilgen' sie den ganzen noch lebenden Menschen, der sich schuldhaft bereits selbst in einen Abfallkübel verwandelte. Sie haben dazu den Auftrag von Gott (=Natur) empfangen." (Franz Konz, "Der Große Gesundheits-KONZ", 4. Auflage)

Sämtliche Krankheiten, so predigt Konz, von Krebs über Rheuma bis zu Allergien, lassen sich durch "Wildkräuter" heilen. Stroh essen und Gesundbeten - wir erinnern uns an die Analogie: Mit Veganismus hat das nichts zu tun. Um so weniger, als in eben diesem Werk, das für die Eltern Leons zur "Bibel" geworden war, nachzulesen ist: "Fleisch ist im Grunde genommen eine durchaus natürliche Nahrungsquelle. [...] Von mir aus kannst Du ab und zu mal mit rohen, glitschigen Kaulquappen oder klebrigen Schnecken Deinen Salat garnieren - es steht Dir im Sinne der UrzeitTherapie frei. Kleingetier zu essen nebst Insekten - meinen Segen dazu hast Du jedenfalls. [...] Wie gesagt, es steht Dir frei, und ich höhne auch nicht, wenn ich sage, es würde Deiner Gesundheit nicht den geringsten Abbruch tun, hin und wieder Kleingetier in rohem Zustand zu essen. [...] Wenn Du hin und wieder mal zu rohem Fleisch greifen möchtest, dann solltest Du es salzlos essen." Veganismus? Ganz sicher
nicht. Ethik? Keine Spur. Nichts als eine abstruse Form der Rohkosternährung. Das Kind in Bad Driburg starb, weil die Eltern, den Wahnvorstellungen eines "Urkost"-Gurus folgend, es nicht ärztlich behandeln ließen, da dieser alles, was nicht seinen Wildkräuter-Therapien entspricht, als "Schulmedizin" ablehnt. Begünstigt wurde die Krankheit durch die völlig unzulängliche (und schließlich ganz verweigerte) Nahrung, wobei die Ernährung ebenso unzureichend gewesen wäre, hätte sie - ganz unvegan - aus Hühnerfedern und zerstoßenen Eierschalen bestanden.

Solch völlig verantwortungsloses Verhalten wiederum wird gefördert von einer Gesellschaft, in der im 21. Jahrhundert noch immer Leute nach Lourdes pilgern, der längst des Betrugs überführte Löffelverbieger Uri Geller zur Hauptsendezeit bejubelt, an Schulen im Religionsunterricht der Glaube an den Weihnachtsmann für kalendarisch Erwachsene propagiert, in Talkshows über die Entführung durch Ufos diskutiert wird - und "Wunderheiler" wie Matthias Rath und Ryke Geerd Hamer lebensrettende Behandlungen krebskranker Kinder verhindern. Leons Eltern sind, anders als verantwortungslose "Journalisten", die Veganismus bizarr als "Verzicht auf tierische Fette" definieren oder das dubiose Konz-Machwerk als "Veganer-Bibel" titulieren, der Bevölkerung weismachen wollen, keineswegs Veganer. Allenfalls ließen sie sich, und auch das alles andere als wissenschaftlich seriös, wie Kokosnußschiffbrüchige oder Strohdiätanhänger, wenn überhaupt medizinisch als Veganköstler einordnen. Sie sind vielmehr offenbar psychisch Gestörte, die den Wahnlehren eines Mannes folgten, der den Tod dieses Kindes kommentierte mit den Worten: "Vielleicht war der Tod ja von Gott bestimmt. Da sind wir machtlos."
Hätten Leons Eltern das Kind vernünftig vegan ernährt statt mit Mandelmilch und Avocadosaft (und schließlich gar nicht mehr), und hätten sie vor allem seine offensichtliche schwere Erkrankung entgegen den Lehren Konz' medizinisch behandeln lassen, wäre er noch am Leben. Wer ethisch verantwortungsbewußt handeln will, lebt vegan - und dies schließt die Verantwortung für die eigenen Kinder mit ein.

"Maqi - für Tierrechte, gegen Speziesismus setzt sich für eine Verwirklichung der Tierrechte (so etwa das Recht auf physische
und psychische Unversehrtheit), die Abschaffung der Diskriminierung aufgrund der Zugehörigkeit zu einer Spezies (analog zu
Antirassismus und Antisexismus) und die Etablierung einer veganen Gesellschaft ein.
Nähere Informationen und Bildmaterial bei Maqi - für Tierrechte, gegen Speziesismus, c/o Achim Stößer, Brauhausgasse 2,
D-63628 Bad Soden-Salmünster, Tel. 06056/9177888, mail@maqi.de, http://maqi.de."

.oO Peta's Super Chick Sisters (Super-Mario-Klon)


~xX([Peta's Super Chick Sisters])Xx~


Heute habe ich einen klasse Super-Mario-Klon entdeckt, für alle Jump 'n Run Fans :)
(und Tierbefreier und KFC-Gegner ^^)
Alle anderen sollten ruhig auch mal vorbeischauen!
Außerdem lässt sich "Peta's Super Chick Sisters" nicht nur online spielen, sondern auch runterladen.


http://www.kentuckyfriedcruelty.com/superchicksisters/index.asp

.oO Schlachthaus-Arbeiter: "Du willst, dass sie Schmerzen haben" (Interview)


~xX([Du willst, dass sie Schmerzen haben])Xx~


Auszüge aus Interviews mit Schlachthaus-Arbeitern in den USA…

“Die Mehrzahl von Kühen, die sie aufhängen, die Mehrheit von ihnen ist noch am Leben. Sie öffnen sie. Häuten sie. Sie sind immer noch am Leben. Ihre Füße sind abgeschnitten. Sie habe ihre Augen weit aufgerissen und sie weinen. Sie schreien, und du kannst sehen wie ihnen die Augen fast rausspringen.”

“Diese Schweine kommen zu dem Abbrühbecken, treffen aufs Wasser und fangen einfach an zu treten und zu schreien. Ich bin mir nicht sicher ob sie zu Tode verbrühen, bevor sie ertrinken. Das Wasser ist 60°C, also nicht so heiß. Ich glaube nicht, dass die Schweine davon einen Schock bekommen, weil sie ein paar Minuten brauchen, um mit dem Treten aufzuhören. Ich denke, sie sterben langsam durch Ertrinken.”

“Wenn Du ein Schwein hast, das sich verweigert sich zu bewegen, nimmst du einen Fleischhaken und hakst ihn in seinen Anus. Du versuchst das, indem du den Hüftknochen einhakst. Dann ziehst du ihn zurück. Du ziehst diese Schweine während sie leben und oft reißt der Haken aus dem Arschloch. Ich habe Schinken - Oberschenkel - gesehen, die vollständig aufgerissen waren. Ich hab auch gesehen, wie Därme rauskommen. Wenn das Schwein in der Nähe vor der Rutsche zusammenbricht, hakst du einen Fleischhaken in seine Backe und ziehst ihn nach vorne.”

“Ein Arbeiter hat mir erzählt, wie eine Kuh, die mit ihrem Bein in dem Boden eines Lasters steckengeblieben ist, zusammengebrochen ist. ‘Wie hast Du sie lebendig rausgekriegt?’ habe ich den Typ gefragt: ‘Oh’, sagte er, ‘wir sind einfach unter den Laster gegangen und haben ihr Bein abgeschnitten.’ Wenn jemand dir das sagt, weißt du, es gibt viele Dinge die dir niemand sagt.”

“Nach einer Zeit wirst du abgestumpft. Was die Tiere anbetrifft, sie sind eine niedrigere Lebensform. Sie sind vielleicht eine Stufe über einer Larve. Wenn du ein lebendiges Schwein hast, das bei Bewusstsein ist, tötest du es nicht einfach. Du willst, dass es Schmerzen hat. Du gehst hart ran, zerstörtst ihm die Luftröhre, machst dass es in seinem eigenen Blut ertrinkt. Nimmst einen Augapfel raus, spaltest ihm die Nase. Ein lebendes Schwein guckte an mir hoch und ich nahm einfach mein Messer und - eerk - nahm ihm das Auge raus während es einfach da saß. Und dieses Schwein schrie einfach nur.


(http://simon.barke.info/ethics/ich-bin-ein-glueckliches-nutztier-schlachte-mich/du-willst-dass-es-schmerzen-hat/)

.oO Hans Wollschläger: Tiere sehen dich an (Textausschnitt)


~xX([Hans Wollschläger: Tiere sehen dich an])Xx~


Sie werden in Gefängniszellen gehalten, so eng wie die Stehsärge von Oranienburg; das Licht, das ihnen morgens aufgeht, kommt von der Neonröhre, die angeht; ihre Grundlebensbedürfnisse werden mit der chemischen Keule niedergeschlagen, ihre Grundtriebe ebenso an- und abgestellt, Fortpflanzung und Nachkommenaufzucht auf perverse Art mechanisiert. Ihr einziger Daseinszweck: Selbstaufzucht, Selbstvervielfältigung. Haftpsychosen sind die Regelfolge, Selbstmordversuche; die Lebensdauer, die ihnen zugebilligt wird, liegt tief unter ihrer natürlichen Lebenserwartung; das Urteil, Begnadigung ausgeschlossen, lautet generell auf Lebenslänglich.
Es ist die Rede von Tieren, nicht von Menschen.[…]
Was in den Zucht- und Schlachtanstalten der so genannten zivilisierten Nationen geschieht, gehört, alles erwogen, zu den wohk stärksten Verbrechen, das zurzeit auf Erden zu registrieren ist; es gehört mit zu einem Problem von allergrundsätzlichster Bedeutung. […]
Sie werden in körperenge Kästen gezwängt, damit sie sich nicht bewegen können, auf Wochen und Monate; wo auch ihr kleinstes Zappeln und Zucken die Täter noch stört, gießt man ihnen einen Gipspanzer um; damit sie nicht schreien und beißen, schneidet man ihnen die Stimmbänder durch und vernäht ihnen die Mäuler; man verätzt ihnen den Magen, die Augen, die Haut; infiziert sie gewaltsam mit den gräulichsten Krankheiten, die sie von allein nie bekämen; treibt sie mit Nervengiften in Krämpfe oder Wahnsinn; vergiftet und vergast sie mit den aberwitzigsten Substanzen; implantiert ihnen Elektroden ins Gehirn und jegt ihnen Stromstöße in sämtliche Lebensfunktionen; man zertrümmert ihnen die Knochen, verbrüht und verbrennt sie, setzt sie in Eisbäder und Hitzekammern; man erprobt Waffenwirkungen an ihnen […]: dies alles bei lebendigem Leibe, meist ohne genügende Anästhesie; und reicht der eine Versuch nicht aus, sie umzubringen, so werden sie dem nächsten überantwortet; eine Überlebenschance gibt es nicht.
Es ist, abermals, von Tieren die Rede, nicht von Menschen,- von jenen Tieren, zu denen der Mensch, gegen alle Widerstände deformativer Ideologien, sogar ein weit gediehnes Verwandtschafts- und Freundschaftsbewusstsein entwickelt hat: vorab von Hunden und Katzen, den Gefährten der einsamen Kindheit, den Gefährten des wieder einsamen Alters. Und es gibt keinen Zweifel, wie das zu qualifizieren ist, was ihnen in den Großlabors und Versuchsanstalten von Industrie und Medizin und Militär angetan wird: Es ist ein gigantischer Verstoß gegen alles, was die Sorte Homo sapiens im mühseligen Verlauf ihrer geschichtlichen Evolution an Benehmen gelernt hat: der Zusammenbruch einer ganzen Werte-Ordnung, an der Jahrtausende gearbeitet haben: eine Perversion, in der längst nicht mehr nur der einzelne Täter entartet ist, sondern die Tatfähigkeit der gesamten Art, die ihn zulässt und schützt. […]
Was alles da im längst unheimlichen Verbund an Gräueln stattfindet -, es gibt auch darüber mittlerweile die umfassendsten Informationen, in Büchern wie in den Wochen-, Tages- und Augenblicksmedien; nichts davon ist neu. Aber die Gräuelhaftigkeit wächst, von Augenblick zu Tag zu Woche, auf eine unheimliche Weise eben dadurch, dass nichts davon mehr neu ist; das kollektive Mitwissen konstituiert den Tatbestand einer riesigen Komplizenschaft, deren ungehemmtes Fortbestehen die Grundlagengeltung der Ethik selbst infrage stellt und zuletzt die Drohung mit sich bringt, die ganze Entwicklung des Abendlands mit einem welthistorischen Zynismus sondergleichen abzuschließen.


("Standpunkte der Ethik", Schullehrbuch, Schöningh, S. 355f.)

.oO Von Menschen und anderem Schlachtvieh (Gedicht) NEU!

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~xX([Von Menschen und anderem Schlachtvieh])Xx~

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Was machst du

Wenn der Metzger sticht

Schreist du dann denn nicht

Doch

Weil dann der Schmerz ausbricht

Genau

Wie beim Rind

Oder'm Kind

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So sehr

Unterscheiden wir uns

nicht

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Was machst du

Wenn der Metzger sticht

Warum wirkt denn die Betäubung nicht

Ist doch egal

Weil das Rind nicht spricht

Es kann nicht verraten

Als Braten

Wann er sticht

Es kann nichts sagen vom Leiden

Beim lebendigen Ausweiden

Es kann nur schreien wie wir

Es würden

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So sehr

Unterscheiden wir uns nicht

.

Was machst du

Wenn der Metzger sticht

Warum wehrst du dich denn nicht

Achso

Weil er nicht dich absticht

Und das Rind nicht spricht

Wie wir

Es tun

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Wir unterscheiden uns doch, nicht

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Der eine hängt am Haken

Der andre wittert Braten

Doch darf ich euch was raten

Ich rate zu Salaten

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Aber der Mensch

Der spricht

Das Rind

Tut's nicht

Drum ist's um es nicht schade

Ohne sein Fleisch wär das Essen so fade

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Das Rind hängt am Haken

Der Mensch wittert Braten

Aber andersrum; was wäre schlimmer

Es wäre doch das gleiche Wimmern

Menschlisches Eiweiß

Ist tierisches Eiweiß

Also kein schlechteres Fleisch

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Wir Tiere sind gleich

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Wir unterscheiden uns nicht

Mensch und Rind mit Gesicht

Bleibe doch nicht so kühl

Zeige Mitgefühl

Und iss statt tierischem Protein

Häufiger Pflanzen, da steckt mehr Ethik drin

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Ein Häufchen Elend am Haken

Wer will denn dann noch Braten

braten

Drum kann ich nur raten

Zu Sojaschnitzeln und Salaten

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