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.oO "Feindschaft aller Grausamkeit" (Chatgespräch)

Zum Verständnis: Ich wurde in einem deutschsprachigen Chat von einer Userin angesprochen. In ihrem Profil entdeckte ich das Bild von einer Kuhmutter mit Kind und die Unterschrift "Feindschaft aller Grausamkeit" - und ich konnte ja nicht ahnen, was passierte, als ich sie darauf ansprach! (Hinweis: Nicks wurden verändert, Dia gekürzt.)

ich:
darf ich fragen, was du mit feindschaft aller grausamkeit meinst?
p: Ist doch klar
p: Dass man keine Grausamkeit hinnehmen darf
p: Achnaja. Ich hab eigentlich immer gedacht, man soll mich mit allem bloss in Ruhe lassen
p: Aber dann habe ich kürzlich mal nachgedacht und mit Leuten gesprochen und alles..und jetzt..denke ich, das war ziemlich unverantwortlich
p: Es ist also eigentlich eine persönliche Geschichte
ich: wenn du sie nicht erzählen möchtest, ist das ok. interessiert wäre ich aber schon. wir haben da wahrscheinlich verschiedene assoziationen
p: Das Kalb auf dem Bild
p: das habe ich zur Welt gebracht
p: Bzw. die Kuh
ich: arbeitest du auf einem bauernhof?
p: Aber ich hab..geholfen..ich weiss nicht, ob du dich da auskennt..jedenfalls lassen die die Kühe sehr früh schon gebären, und dann ist es beim ersten Mal für das Kalb sehr gefährlich
p: Normalerweise nicht
p: Jedenfalls muss man dann eben meistens helfen, bei dieser ersten Geburt, weil der Geburtskanal noch so irre ENG ist und das Kalb erstickt sonst
p: Man muss Seile um die Beine wickeln und dann ziehen...das ist anstrengender, als es sich anhört..ich hab noch nie so etwas anstrengendes machen müssen
ich: ja hab ich mal im fernsehen gesehn
p: Und dann war das Kalb auf der Welt und die Kuh hat ihm das Schleimzeug vom Kopf geleckt
p: Man, das war so krass
p: Dieses winzige neue KALB
p: Das hat mich umgehauen
ich: was ist das für ein hof? bio? konventionell?
p: Ich denke, konventionell
p: Das war auch das brutale..
p: also..die haben das Kalb nur 24 Stunden bei der Mutter gelassen
p: 24 STUNDEN
p: Ist das zu GLAUBEN`?
p: Das war schlimm
ich: ja, ich weiß, ich finde das auch schlimm
ich: =(
ich: habe schon oft davon gelesen
p: Eben, deswegen
p: musste ich mir was neues überlegen
ich: was hast du dir überlegt?
p: Man muss so eine Grausamkeit nicht nur "schlecht finden"..man muss ihr Feindschaft erklären..
p: Weil..das darf doch nicht sein
p: Irgendwas läuft doch da schief
pe: So war das nie GEDACHT
ich: schön, dass du das sagst
ich: ich konnt es früher auch nicht glauben... und dann all diese bilder, wie nerze lebendig gehäutet werden und ihre blutigen augen noch zwinkern, wie lebendige küken in schreddermaschinen geworfen werden oder in kleinen boxen vergast werden....
p: Brrr
p: Ich glaube, früher war das irgendwie okay mit Menschen und Tieren..ich bin nichtmal grundsätzlich dagegen, dass man sich "ihrer bedient", um sich zu ernähren..so läuft es ja natürlicherweise..nur..sie sind doch nicht DESWEGEN auf der Welt..aber irgendwie ist uns das abhanden gekommen und jetzt läuft alles fürchterlich aus dem Ruder
ich: ich hab bis vor kurzem iner ländlichen gegend gearbeitet. und ich mag kühe doch so! und da bin ich zusammen mit meinem freund immer auf die weide zu den kühen und hab mit ihnen geredet, ihnen äpfel gebracht und sowas. und irgendwann... waren sie einfach nicht mehr da. -.-
p: oh..
ich: früher hatte ich auch nichts dagegen, ich aß fleisch, trank kuhmilch, hatte schuhe aus leder.. wie alle anderen auch. aber mittlerweile lehne ich das ab
ich: für mich muss kein tier sterben, also soll für mich auch kein tier sterben
p: Muss man dafür auch keine Milch mehr trinken?
ich: es hängt alles zusammen. die ganze tierindustrie verdient daran, wenn tiere benutzt werden. sie werden sogar bis in die kleinsten moleküle zerteilt, um noch besonders viel gewinn abzuwerfen. die milch und fleischindustrie gehen hand in hand. ich kann pflanzliche milch trinken, ich brauche nicht das, was eigentlich für die kälber gedacht ist
p: Also alles, was aus Milch gemacht wird
p: Ui
p: Man könnte sich das mit den Kälbern teilen..man müsste ja nicht IMMER welche trinken..es wäre alles so normal irgendwie, aber jetzt ist alles so pervers gross
p: Ach. Und das kleine Kalb wurde dann in eine einzelne Box gebracht..und es hat ständig geschrien..und wie die Mutter es beschnüffelt hat, sobalds auf der Welt war..wenn man sowas sieht, wie kann man es dann einfach so NEHMEN und wegsperren?
p: Diese Bauern zum Beispiel
p: Das waren keine schlechten Menschen
p: Die hatten auch einen Hund, und den Hund hatten sie gern, auf ihn gaben sie Acht..wie konnten sie so grausam zu den andern Tieren sein?
p: Und zu Menschen waren sie auch freundlich, und auf die gaben sie auch Acht
ich: sry war grad abgelenkt. jetzt bin ich wieder da :)
ich: naja aber überleg mal, warum wir mit den kälbern teilen könnten
p: Keine Ahnung..was halt übrig wäre
ich: es kann ja nicht natürlich sein, dass eine kuh mehr milch gibt, als ihr kind braucht. ist es auch nicht. die tiere wurden so gezüchtet, dass sie immer mehr und mehr milch produzieren und das schadet ihnen aber
p: Ah
ich: vor ein paar jahrzehnten gab eine kuh 10x weniger milch
p: Aber wenn sie nun doch mehr gibt
p: Dann kann das Kalb die eh nicht alle brauchen
p: Oder schadet es ihr, mehr Milch zu geben?
ich: ja klar, schadet es ihr. es gibt da einen ziemlich langen bericht von einer tierärztin
ich: kannst den dir ja mal durchlesen, wenns dich interessiert. in extremen fällen werden sie sogar chronisch krank
ich: unter natürlichen umständen könnten sie über 20 jahre werden, sie werden aber schon mit 5, 6 jahren umgebracht
p: Es interessiert mich, aber dann heisst das wohl, dass ich keine Milch mehr trinken darf..
p: Es ist ziemlich anstrengend, ein Feind von irgendetwas zu sein..
ich: hihi, mach dir keine sorgen :) das ist viel einfach, als du denkst. nur weil du es gewohnt bist, kommt es dir so schwierig vor. du kannst praktisch überall pflanzliche milch kaufen. es gibt z.b. milch aus soja, hafer, mandeln, reis. damit kannst du genau so gut müsli, pudding oder was auch immer machen. aber jetzt erstmal zu dem text, den text kannst du zb. auf meiner homepage nachlesen
VeganEmpathy: der text ist ziemlich lang, aber alle wichtigen fakten hab ich fett markiert
p: Hm, danke
p: Aber
p: die Leute mögen Veganer nicht gerade, oder?
p: Naja
p: Ich muss ins Bett, morgen ist Arbeit
ich: hihi können ja ein andermal weiterreden
ich: machs gut und träum schön
p: Danke! Und danke für die Infos
p: Gute Nacht
Benutzerin ist nicht (mehr) online.


Nachtrag: Ihre letzte Frage können wir uns ja auch selbst beantworten ;) Bezüglich der freundlichen Bauern habe ich ihr nochmal gemailt.

.oO The "Luxury" of Death (Englische Stellungnahme zu Peter Singer u.a. Übersetzung folgt)

~xX([The “Luxury” of Death])Xx~

Posted by Gary L. Francione in Blog

In last week’s blog entry, I mentioned that The Vegan Society had interviewed Peter Singer, Tom Regan, and me in its magazine, The Vegan. In his interview, Singer states:

[T]o avoid inflicting suffering on animals—not to mention the environmental costs of intensive animal production—we need to cut down drastically on the animal products we consume. But does that mean a vegan world? That’s one solution, but not necessarily the only one. If it is the infliction of suffering that we are concerned about, rather than killing, then I can also imagine a world in which people mostly eat plant foods, but occasionally treat themselves to the luxury of free range eggs, or possibly even meat from animals who live good lives under conditions natural for their species, and are then humanely killed on the farm. (The Vegan, Autumn 2006.)

In Singer’s May 2006 interview in Mother Jones, he states:

[T]here’s a little bit of room for indulgence in all of our lives. I know some people who are vegan in their homes but if they’re going out to a fancy restaurant, they allow themselves the luxury of not being vegan that evening. I don’t see anything really wrong with that.

I don’t eat meat. I’ve been a vegetarian since 1971. I’ve gradually become increasingly vegan. I am largely vegan but I’m a flexible vegan. I don’t go to the supermarket and buy non-vegan stuff for myself. But when I’m traveling or going to other people’s places I will be quite happy to eat vegetarian rather than vegan.

It is quite remarkable that the so-called “father of the animal rights movement”:

  • Is a “flexible vegan”—that is, he is not a vegan when he finds it inconvenient to be one. That means that he’s not a vegan and, indeed, he has characterized being a consistent vegan as “fanatical.”;
  • Thinks that a vegan world is not “necessarily” the solution to the problem of animal exploitation.; and
  • Characterizes it as a “luxury” to consume meat and animal products.

But these comments make clear a position that is central to Singer’s theory and that is absolutely at odds with an animal rights/abolitionist perspective. According to Singer, it is the suffering of nonhumans, and not our killing of them, that raises the primary, and perhaps the only, moral problem.

That is, Singer does not think that it is a serious problem that we use and kill animals; the only problem is how we use and kill them. If animals have “good lives under conditions natural for their species, and are then humanely killed on the farm,” then we do not act immorally in using and eating animals.

Why would Singer take such a position? Why does he think that killing a nonhuman does not raise a fundamental moral problem?

Although Singer has stated this position at various places in his writings, his interview in The Vegan contains a recent, brief, and clear reiteration of his view:

I do think that there are morally relevant differences between various species, because the cognitive capacities of beings are relevant to, for example, the wrongness of killing them. I think it is worse to kill a self-aware being, that is, a being who is aware of its own existence over time, and is able to have desires for the future, than a being who may be conscious, but is not self-aware and lives in a kind of eternal present. (The Vegan, Autumn 2006)

In other words, Singer maintains that if a being is not self-aware in the way that a normal human is self-aware—that is, the being does not have what we call reflective self-consciousness—then the being is not self-aware in the morally relevant way that would give rise to that being having an interest in her life and that would make killing that being a significant moral wrong.

As I argued in Introduction to Animal Rights: Your Child or the Dog? and elsewhere, Singer’s view is problematic in a number of ways.

First, Singer maintains that there is only one morally significant way to be self-aware—to have the sort of representational self-awareness that normal humans have.

There are many ways to be self-aware. Any being who is sentient or subjectively aware is necessarily self-aware. Anna Charlton and I live with five rescued dogs. When one of our dogs sees another one of our dogs get a treat, the former is aware that it is not she who has gotten the treat, and she comes and sits in front of me until I give her a treat as well. That is self-awareness. She is perceptually aware that it is another dog who has gotten the treat and not she who has gotten the treat.

Humans can look in a mirror and recognize their image; dogs can recognize their scent on a bush that they visited weeks before. Those are simply two different sorts of self-awareness. But it is speciesist to say that one sort of self-awareness is morally better than the other.

Second, Singer seems to think that only humans (and perhaps nonhuman great apes) have desires for the future. Again, Singer’s views are speciesist in that he maintains the only way to have a future desire is to have it in exactly the way that humans do. If a being does not plan things with calendars and clocks, then the being does not have a future desire.

We live with a border collie whose favorite pastime is to ride around in the car. If she sees my car keys anywhere, she will grab them in her mouth and come and place them by my feet and look up at me. There is no other way to interpret that behavior except as an expression of desire to do something. The fact that she does not wear a wrist (or paw) watch and think, “I’d like to go for a ride in 15 minutes” is irrelevant. She is expressing a desire about something that she wants to do.

Third, even if one’s consciousness is rooted in an “eternal present,” that does not mean that the being is not self-aware in a morally relevant way. Consider a human who has transient global amnesia, a form of amnesia in which the person has a sense of herself only in the present, and has no recollection of her past and no thoughts about her future. This is more or less how Singer views the minds of most nonhumans—as rooted in a continuing present. Can we conclude that a human with this sort of amnesia has no self-awareness? Of course not. Such a human is self-aware even though she is aware of herself only in the present. Similarly, even if nonhumans have a sense of themselves only in the present, we cannot say they do not value their lives and are concerned only with how we treat them. That is speciesist.

Fourth, and most important, there is simply no logical relationship between differences in cognitive characteristics and the issue of animal use. Differences in cognitive abilities may be relevant for some purposes. Consider the case of a severely mentally disabled human. We may not want to give such a human a driver’s license because of her inability to drive. But is her impairment relevant to whether we use her as an unwilling subject in a biomedical experiment or as a forced organ donor? No, of course not. Indeed, many of us would argue that her particular vulnerability means that we have a greater moral obligation to her, but it certainly does not mean that we have a lesser one. Similarly, the fact that a cow may have a mind that differs from ours may mean that we do not give the cow a driver’s license, but it does not mean that we may use the cow for purposes in which we would use no humans.

For Singer, veganism is simply one way of addressing animal suffering but, according to Singer, “not necessarily the only one.” We might also continue to allow ourselves the “luxury” of eating eggs and meat from animals who have had “good lives” and are “humanely killed.” Given that Singer actively promotes retailers such as Whole Foods, whose animals certainly have not had “good lives” or “humane” deaths, what he is really saying is that it is acceptable to consume animals who have (perhaps) been tortured slightly less.

And if we are vegan most of the time, we can even allow ourselves the “luxury” of eating conventionally produced flesh and animal products when we go to a “fancy restaurant.” Does this excuse apply only to people who have enough money to eat in “fancy” places? Are occasional hamburgers always wrong because McDonald’s is not “fancy” enough? Or are McDonald’s hamburgers always OK because McDonald’s has, with Singer’s praise, adopted Temple Grandin’s slaughter and handling guidelines?

It boggles the mind.

Moreover, if, as Singer maintains, his concern is the suffering and not the killing of animals, then his own behavior is inconsistent. Singer claims to be a vegan when he shops for himself: “But when I’m traveling or going to other people’s places I will be quite happy to eat vegetarian rather than vegan.” So when he is traveling or eating at another’s home, he will eat animal products but will not consume flesh (I assume that this is what he means when he refers to being a “vegetarian”).

But why would Singer distinguish between flesh and animal products? Although flesh involves killing the animal, Singer does not think that killing an animal is morally significant, or at least not significant enough to make veganism a moral imperative. If it is suffering that matters, dairy products and eggs certainly involve as much suffering as flesh products do, and dairy animals and laying hens end up in the same slaughterhouses as meat animals anyway after they are “spent.” Indeed, as I have said many times, there is probably more suffering in a glass of milk than in a pound of steak. So it would seem that if suffering is Singer’s concern, he would not be “flexible” about non-flesh foods.

If Singer’s views were merely the musings of a confused academic and without consequence in the real world, we might be tempted to ignore his elitist notions about what counts as morally significant self-awareness for the purpose of justifying the “luxury” of eating meat and animal products. But, unfortunately, Singer’s views, as absurd and speciesist as they are, are the foundation of the ubiquitous “happy meat” movement that is seeking to work with institutional animal exploiters to make animal exploitation more “humane” so that we can increase the opportunities for people to be “conscientious omnivores.”

Singer’s views are being implemented by a number of welfarist organizations from PETA, which gives awards to Grandin and to “happy meat” hucksters, such as Whole Foods; to the Humane Society of the United States, which promotes welfare reforms that will increase the productivity and profits for animal exploiters and sponsors the Certified Humane Raised and Handled label to assure consumers that they acting in a morally superior way by buying only certain animal corpses and body products; to Vegan Outreach, which maintains that veganism “is not an end in itself. It is not a dogma or religion, nor a list of forbidden ingredients or immutable laws—it is only a tool for opposing cruelty and reducing suffering.”

Singer and these welfarist organizations that have adopted his approach have become partners with the institutional exploiters and serve as a marketing arm for the meat, dairy, and egg industries. The welfare reforms that they support do little, if anything, to help animals. And these reforms, when coupled with the praise and support of Singer and the “happy meat” brigade, most certainly make people feel more comfortable about continuing to eat animal products, or to return to eating animal products that they once avoided.

To see the problem with Singer’s approach (if it is not already crystal clear to you), slot your principles about racism, sexism, or homophobia into Singer’s framework. How does it sound if you try to justify “falling off the wagon” on occasion with respect to these forms of discrimination? Is it okay to engage in the “luxury” of a bit of sexism on a Saturday night? Is it okay to indulge in the “luxury” of attending a Klan rally? Is there “room for indulgence” if we limit our homophobic slurs to one day a week?

Here’s another quote from Singer’s Mother Jones interview:

I do want to emphasize that I don’t think eating ethically, particularly from a utilitarian point of view, is a matter of saying, ‘Here’s this strict law that I have to do everything possible [to] comply with.’ I think we can be ethically conscientious and recognize that sometimes there are going to be compromises. Sometimes it’s going to be very difficult, very inconvenient, to get the best choice, so we’ll settle for something else.

Substitute in your views about rape. Would it be acceptable to say that we do not have to comply strictly with the prohibition against rape? After all, there may be times when it will be “very difficult, very inconvenient” not to engage in rape.

Animal exploitation is so deeply embedded in our society, culture, and history that we are not used to viewing it as on the same level as other forms of discrimination. If anything is ever to change, we are going to have to think our way out of this mess and be clear we cannot justify the use of animals—however “humane” our treatment may be. As long as we are not recoiling from characterizing animal corpses and animal products as a “luxury,” or accepting that we do not have to be vegan when we find it “very difficult, very inconvenient,” we have not even started the process.

In closing, I want to share a story with you about something that happened to me last weekend. We had a warm Saturday and I went over to Whole Foods to buy some organic vegetables. I was wearing a denim shirt over my fantastic new Vegan Freak T-shirt that Bob and Jenna Torres had just sent me.

I was standing in line behind a woman who had a cart full of food, including a fair amount of meat and cheese. She saw my shirt and asked me what “Vegan Freak” meant. I explained that it was a website and podcast devoted to vegan education. She asked me if I was a vegan. I replied that I was and had been for 25 years.

She said that she was a vegetarian a few years back but her husband and kids liked meat so she had gone back to eating meat but she added: “I only buy my meat here. I am a member of PETA and they gave this store an award for how well they treat animals.” She asked me if I had seen the signs back by the meat case and egg case that said Whole Foods only bought from producers who raised their animals “humanely.” I replied that I had. Whole Foods does, indeed, have such signs—large ones, actually. I told her that I did not think that the lives of Whole Foods animals were really any different from the lives of other animals and that they’re all still killed in the end anyway. Her reply, “Yes, but I hope they suffer less.”

And that is where Peter Singer has brought us. Veganism is not necessary. The “father of the animal rights movement” is not even a vegan and regards being a consistent vegan as “fanatical,” so why does anyone else need to be a vegan? We can enjoy the “luxury” of eating meat and animal products from animals who have been tortured less than others and, if we are vegans most of the time, we should feel okay to treat ourselves even to conventionally tortured animals when we splurge at a “fancy restaurant.”

We can allow ourselves to indulge in the “luxury” that is made possible only by death.

Gary L. Francione
© 2007 Gary L. Francione


.oO Ist Peter Singer vegan? (Kurzbericht englisch & deutsche Übersetzung)

~xX([Is Peter Singer Vegan?])Xx~

Originalseite

"Let's see:

One might expect Peter Singer to be vegan.
So how come he is not?

How come in a 2007 interview with The Vegan, Singer gave his endorsement for ?

How come in a 2009 interview, Singer stated these arrogant, speciesist claims: ?"


Übersetzung:

Ist Peter Singer vegan?

Also, mal schauen:
Wir alle wissen, wer Peter Singer ist. (Für die, die's nicht wissen: klick)

Einige mögen denken, er sei vegan.
Aber wie kommt es, dass er es nicht ist?

In einem Interview mit "The Vegan" im Jahr 2007 gab Peter Singer seine Vorstellung von einer Welt zum besten,"in der die Menschen vor allem Pflanzen essen, sich aber den Luxus von Freilandeiern oder möglicherweise sogar Fleisch von Tieren, die gut und artgerecht lebten und dann "human" auf dem Bauernhof getötet werden, gönnen."

In einem Interview (Link nicht mehr verfügbar) im Jahre 2009 (!) gab Peter Singer diese arroganten, speziesistischen Kommentare ab: "Du kannst sagen, es ist falsch ein Wesen zu töten, wenn das Wesen bewusst und leidensfähig ist. Dann musst Du auch sagen, dass es genau so falsch ist, eine Maus oder ein Huhn zu töten wie es falsch ist, Dich oder mich zu töten. Diese Idee kann ich nicht akzeptieren. Es mag wirklich so falsch sein, aber Millionen von Hühnern werden jeden Tag umgebracht. Ich empfinde das nicht als gleiche Tragödie auf der Stufe wie wenn Millionen Menschen umgebracht werden. Was ist der Unterschied zu Menschen? Menschen sind vorausschauende Wesen, und sie haben Hoffnungen und Wünsche für die Zukunft. Das scheint eine plausible Antwort darauf, warum es so tragisch ist, wenn Menschen sterben."

.oO C.E.T.A. (Liedtext)

~xX([KURHAUS: C.E.T.A.])Xx~
(Cannibals for the Ethical Treatment of Animals)

"no, there are no reasons to kill
with every meal of yours
you steal a part of me
i love animals, you eat them
so, what's the fucking clue?
shall i break into your house
to rape you, steal your child
to boil it in sauces
and serve it to my friends
enjoying the taste of dead flesh
is that what you call civilized
there are no excuses"


-------
Übersetzung:

C.E.T.A. (Kannibal_innen für die ethische Behandlung von Tieren - Anspielung auf PeTA)

"Nein, es gibt keine Gründe zu töten
Mit jeder Mahlzeit
Stiehlst Du einen Teil von mir
Ich liebe Tiere, Du isst sie
Also, was ist der springende Punkt?
Soll ich bei Dir zu Hause einbrechen,
Dich vergewaltigen, Dein Kind stehlen,
um es in Soße zu kochen
und es meinen Freunden zu servieren
damit sie den Geschmack toten Fleisches genießen können?
Ist es das, was Du zivilisiert nennst?
Es gibt keine Entschuldigungen!"

.oO Käse killt Klima (ethikportal)


~xX([Käse killt Klima])Xx~


Geschrieben von Christian Grodotzki

Der Klimawandel ist in aller Munde – im wahrsten Sinne des Wortes. Tierische Produkte sind Spitzenreiter wenn es darum geht Kohlendioxid auszustoßen. Nach aktuellen Informationen des Magazins Focus sind dabei Käse und sonstige Milchprodukte, sowie Fleisch, an oberster Stelle.

Wenn man bedenkt, dass zum Beispiel in den USA mehr als ein Drittel der fossilen Brennstoffe für die Nutztierhaltung verwendet werden, ist diese Tatsache nicht weiter verwunderlich.

Doch nicht nur CO2 wird von der Tierindustrie in rauen Mengen ausgestoßen, auch Methan (ein weniger bekannter, doch trotzdem extrem schädlicher Klima-Killer) wird, dank den Ausdünstungen von Millionen Nutztieren, munter in die Atmosphäre geblasen.


(Diagramm zum CO2-Ausstoss diverser Nahrungsmittel siehe Link unten)
Der Lebensmitteltransport macht beim CO2-Ausstoß erstaunlich wenig aus: nur 3 Prozent des ausgestoßenen CO2 sind auf den Transport zurückzuführen, die restlichen 97 Prozent entfallen auf die Produktion von Nahrungsmitteln für die Tiere, die Tierhaltung selbst und die Verarbeitung der Tierprodukte.

Dabei stehen Bio-Produkte konventionellen Produkten nur wenig nach. Im Schnitt fallen bei der Bio-Produktion von tierischen Lebensmitteln nur 12-15 Prozent weniger CO2 an.
Zudem werden jährlich 352 000 Quadratkilometer Regenwald vernichtet um darauf Tiere beziehungsweise Nahrung für Masttiere zu produzieren.

Der größte Klimasünder ist laut Focus der Käse, dessen Produktion 56-mal mehr Treibhausgase freisetzt als die Produktion von Gemüse. Dicht gefolgt von anderen Milchprodukten und Fleisch.

Das tierische Produkte nicht die umweltfreundlichsten Nahrungsmittel sind, dürfte ja mittlerweile bekannt sein. Noch bekannter als diese Tatsache ist aber leider die Fehlannahme, dass diese Produkte, die weit schlimmeres verbrechen, als die Klimaerwärmung, notwendig für den Menschen seien.

Quelle: http://www.ethik-portal.de/index.php?option=com_content&task=view&id=124&Itemid=30

.oO Boehringer stoppen! Schwarzbuch-Firma will Tierquallabor eröffnen! (Aufruf)

~xX([Boehringers blutige Machenschaften])Xx~

Der Pharmakonzern Boehringer Ingelheim plant im nächsten Jahr in Hannover neben der Tierärztlichen Hochschule eine Tierversuchseinrichtung zu bauen, in der Impfstoffe gegen Krankheiten entwickelt werden sollen, die im Zusammenhang mit Massentierhaltung auftreten. Konkret sollen Stallungen mit einer Kapazität für 1000 Schweine errichtet werden und es existieren bereits Ausbaupläne, um später zusätzlich Versuche an Rindern durchführen zu können.

Boehringer Ingelheim, auf Platz 15 der Weltgrößten Pharmaunternehmen mit 2 % Weltmarktanteil, liegt weder das Wohl von Tieren, noch das von Menschen am Herzen, sondern einzig und allein die Profitmaximierung. Dies hat die Politik des Unternehmens in der Vergangenheit mehrfach bewiesen. Neben seinem Streben nach Gewinn plagen den Konzern keine Skrupel, wie beispielweise die Lieferung von Dioxin zur Herstellung des im Vietnamkrieg eingesetzten Entlaubungsmittels „Agent Orange“ zeigt. In der jüngsten Vergangenheit machte Boehringer durch die Patentierung eines Arznei-Wirkstoffs in Indien negativ auf sich aufmerksam. Der Wirkstoff wird in Medikamenten zur Behandlung HIV-Infizierter Kinder eingesetzt. In vielen afrikanischen Ländern wurde Betroffenen der Zugang zum in Indien hergestellten Medikament erschwert oder verweigert, welches 4-mal günstiger ist, als das von Boehringer hergestellte.

Das der Konzern für die Erwirtschaftung seiner Gewinne nicht davor zurückschreckt, qualvolle Versuche an empfindungsfähigen Wesen durchzuführen, ist folglich wenig verwunderlich. Nach außen weiß Boehringer die Erforschung von Impfstoffen selbstverständlich als ein moralisch einwandfreies Handeln zum Wohle von Tieren zu verkaufen. Dabei ausgeblendet bleibt, dass die Krankheiten denen entgegengewirkt werden soll, ihre Ursachen in der Massentierhaltung selbst haben. Bei Erforschung, Herstellung und Verkauf von solchen Medikamenten wird von den Nebenwirkungen profitiert, die die industrielle Produktion von Fleisch mit sich bringt. Boehringer ist kein Freund von Tieren, sondern von dem System ihrer Ausbeutung und will mit der Optimierung von diesem sein Geld verdienen. Tiere haben in diesem System lediglich einen Wert als Ware und nicht als empfindungsfähige Lebewesen, die sowohl physisch wie psychisch leiden können.

Das Vorhaben eine Versuchseinrichtung in Hannover zu bauen, wurde von Boehringer ausführlich geplant und strategisch angegangen. Im Jahre 2006 plante das Unternehmen zunächst das Vorhaben in Tübingen zu verwirklichen. Nach Protesten der Bürgerinnen und Bürger wurde das Projekt jedoch zurückgezogen. In Hannover ist die Sache mit mehr Vorsicht angegangen worden und die Planung wurde mit so wenig öffentlicher Aufmerksamkeit wie möglich gestartet. Außerdem wurde die Unterstützung von einflussreichen Größen wie Ministerpräsident Wulff, Oberbürgermeister Weil, der Stadtverwaltung und anderen Lobbyisten und Profiteuren, allen voran die Tierärztliche Hochschule, sichergestellt.

Der Protest in Hannover formierte sich zunächst aus Bürgern des betreffenden Stadtteils. Entgegen erheblichen Protests ihrer Mitglieder, hat die ev.-luth. Jakobi-Gemeinde Kirchrode ein für das Vorhaben benötigtes Grundstück an Boehringer verkauft und somit ein großes Stück des Weges für das Unternehmen geebnet. Tierrechtsgruppen organisieren mehr und mehr an Protest und die Kampagne ist besonders in diesem Stadium auf kraftvolle Unterstützung angewiesen.


Kommt nach Hannover und zeigt Boehringer Ingelheim, dass ihr Tierversuchslabor hier ebenso wenig willkommen ist, wie in Tübingen oder sonst irgendwo!

Erhebt Eure Stimme gegen Tierversuche, Tierhaltung, Tierausbeutung und Speziesimus!

Herrschaftskrtische AntispeziesistInnen Hannover (HAH)
Tierrecht Aktiv

Links: http://boehringerstoppen.blogsport.de/aufruf/

.oO Frühstück in der Fabrikhalle (Buchprojekt)


~xX([Frühstück in der Fabrikhalle])Xx~


Von Franziska Brunn, franziska-brunn(ätt)gmx.de

Grrr grrr grrr. Der große Mixer drehte sich. Er hatte den Durchmesser von einem halben Meter, gefertigt aus einem teflonbeschichteten Metall und war unübersehbar Ausdruck des modernen industriellen Alltags. Er ging selbständig in den Ruhezustand, wenn nichts in ihn hineingeworfen wurde und schaltete sich in einer halben Sekunde an, wenn ein Lichtsensor das Signal gab, dass gerade etwas in seinen Schlund fiel. Und was auch immer es war: Er zermalmte es, bis am unteren Ausgang kein Sieb mehr vonnöten war, das gröbere Teile hätte abhalten müssen, die große Maschinerie weiter zu verfolgen. Und so ging es weiter, ein Fließband entlang, ins Unbekannte.

Pohlmann saß auf einem Stuhl nahe dem vergitterten Fenster in der kargen Maschinenhalle. Er war ein kräftiger Typ, ging jeden Sonntag zum Fußballspiel. Sein dunkelblondes, eigentlich krauses Haar wurde durch einen Kurzhaarschnitt gebändigt. Er las Zeitung und aß dabei das Frühstücksbrot, das er sich heute selbst hatte machen müssen, weil seine Frau sich aus Zanksüchtigkeit dagegen gewehrt hatte. Gut, schmeckte wunderbar. Auch ohne sie.

Pohlmann gehörte zur Aufsicht und kontrollierte das Geschehen der Maschinen in dieser Halle sowie die Arbeit der wenigen Angestellten, die es hier gab. Fehler gingen seiner Meinung nach nur von den Menschen aus. Ob es eine Möglichkeit gab, die Produktion vollständig auf Maschinenbetrieb umzustellen, das wusste er nicht. Er befand es jedoch in dem jetzigen Zustand für gut, denn er wurde für wenig Arbeit gut bezahlt. Wer weiß, ob sie, wären die Maschinen allein zu beaufsichtigen, wirklich ihn eingestellt hätten und nicht irgendeinen Ingenieur, der im Schadensfalle tatsächlich etwas ausrichten konnte. So genoss er die Freiheit seiner Tätigkeit und widmete sich dem Zeitungslesen.

„Flugzeugabsturz - mit unbekannter Zahl von Opfern, evt. UN-Botschafter darunter?“ Pohlmann war noch nie geflogen, verstand nicht so recht, wieso Leute das freiwillig auf sich nahmen, wo doch Tag für Tag solche Schlagzeilen die Zeitungen füllten.

Er las ungern politische Artikel, er übersprang sie, ging zu den leichteren über. Mit Feuilleton konnte er ebenfalls nichts anfangen. Meist las er die Polizeisparte: „Drei junge Männer schlugen alte Frau nieder, raubten ihre Handtasche. Die Frau erlag später im Krankenhaus den Folgen eines Schlaganfalls.“ Und dann alles über Promis, nicht so sehr, weil er sich dafür interessierte, sondern weil seine Frau Tag für Tag davon schwatzte. Und die Artikel, die ihm eben so in die Augen fielen.

Gerade war er - was ungewöhnlich war - auf der Wissenschaftsseite hängen geblieben:

„Küken kommunizieren im Ei: Wie das Magazin Nature berichtete, fanden Wissenschaftler heraus, dass Vogeljunge bereits vor dem Schlüpfen wesentliche Lernprozesse durchlaufen. Dabei erlernen sie die Laute ihrer Mutter und auch ihrer Geschwister in den benachbarten Eiern. Dies ergaben Tests mit Vogeljungen, die noch vor dem Schlüpfen von ihrer Mutter und den anderen Eiern getrennt wurden. Setzte man Jungtiere einen Tag nach dem Schlüpfen je drei verschiedenen Nestern vor, liefen sie mit erstaunlicher Präzision zum jeweils mütterlichen Nest.“

Eigentlich interessierte er sich für solche Tiergeschichten nicht. Aber er war ja quasi berufsmäßig verpflichtet, sich mit Hühnern zu beschäftigen, wenn auch zugegebenermaßen sehr indirekt. Er stand auf, reckte sich kurz und ging auf den großen Mixer zu. Aus dem Nachbarraum, dem Brutraum, führte die Röhre durch die Wand in diesen Raum hinein. Kurz vor der Mündung des Trichters öffnete sie sich und gab ihr Inneres frei. In unregelmäßigen Abständen - je nachdem wie die drüben arbeiteten und wie die Geschlechterverhältnisse beim Schlüpfen gerade waren - fiel Küken für Küken in das riesenhafte Gerät hinein.

Wenn Pohlmann sich ganz nah an den Mixer stellte, so konnte er, trotz der Maschinengeräusche, das leise Piepsen der unerwünschten Hähnchen hören, bevor sie sich in eine rote, gleichförmige Masse verwandelten, die zu Hundefutter verarbeitet wenigstens noch etwas Profit abwarf.

Einen kurzen Augenblick fragte er sich, ob diese wissenschaftliche Erkenntnis wohl Auswirkungen für die Firma haben könnte. Aber er verwarf die Zweifel, so war es schließlich noch nie gewesen. So setzte er sich wieder auf den Stuhl, denn alles war in bester Ordnung.

Die Maschine rotierte mit ihrem unaufhörlichen, millionenfachen: Grrr, grrr, grrr.

.oO Stichwortartige Argumente gegen die Jagd


~xX([Argumente gegen die Jagd])Xx~

Wer für die Jagd ist, selbst jagt, JägerInnen unterstützt,
unterstützt insbesondere:

- die Bejagung von Wildenten u.a. mit Schrot, d.h. in einem gewissen Streuradius wird alles und jedeR verletzt bzw. ermordet
- die Ausbildung von Jagdhunden zu Totbeißern, indem ihnen lebende Füchse oder Katzen vorgesetzt werden
- die Verbreitung der Tollwut, weil durch die Fuchsjagd die Fuchspopulation ständig in Bewegung ist und keine dauerhaften Reviere bezieht
- die Verbreitung anderer Krankheiten, weil durch die Bejagung ständig alle Wildtiere durch die Unruhen in Bewegung sind
- die Zerstörung familiärer Verbände der Wildtiere, die durch die Flucht vor JägerInnen ihre Gruppen/Rudel usw. verlieren
- die willkürliche Ermordung von besonders attraktiven Wildtieren bei der Trophäenjagd, ohne jedwede haltbare Begründung
- die Einschleppung fremder Arten wie Sikahirsch und Fasan, die nur zur Bejagung gezüchtet und ausgesetzt werden
- die Bejagung 96 geschützer, bedrohter Arten, wie Feldhase und Rebhuhn
- die Fallenjagd, d.h. irgendwer verendet irgendwann in Fallen, regelmäßige Kontrollen sind nicht gesetzlich erforderlich
- die Bejagung gesunder wie kranker, junger wie alter Tiere, ab 2 Jahren ist bei Rehen u.a. nicht mehr zu erkennen wie alt/krank sie sind. noch dazu wird häufig in der Dämmerung gejagt, d.h. der Jäger erkennt eh nicht, wen er schießt
- das leidvolles Dahinsiechen angeschossener Tiere, denn JägerInnen sind nicht verpflichtet, angeschossenes Wild zu verfolgen, schon gar nicht in fremde Jagdgebiete
- die Verschleppung von Seuchen und Entstehung von Krankheiten, da JägerInnen auch Kirrungen mit Schlachtabfällen, Hormonpräparaten, Medikamenten usw. durchführen
- die konventionelle Fleischindustrie, da Schlachtabfälle auch von Hausschweinen u.ä. stammen

Alle Argumente der JägerInnen, vermeintlich dem Natur- und Tierschutz zu dienen, sind hinfällig, denn in Wirklichkeit sorgt die jagdliche Nutzung von Waldgebieten sogar dafür, dass es zu Waldschäden und Überpopulationen kommt, da die JägerInnen natürlich Raubtiere vertreiben bzw. ermorden, durch Kirrungen (Wildfütterungen) die rasche Vermehrung fördern und selbst noch gezüchtete Tiere aussetzen, um sie kurze Zeit später umbringen zu können.

An dieser Stelle sei erwähnt, dass es sehr wohl Gebiete gibt, die seit Jahrzehnten jagdfrei sind und bei denen es keine von JägerInnen so oft heraufbeschworene Apokalypse des Biotops gab.
(z.B. Nationalpark Gran Paradiso in Italien, 72.000 Hektar, seit 1922 jagdfrei)

(verwendete Quelle: "Georg Hemprich: Jagd. Über den Umgang zivilisierter Menschen mit der Natur. Eine Gegenrede". Georg Hemprich ist Dimplomgeograph, Landschaftsökologe und Pflanzensoziologe und setzt sich gegen jeglichen Eingriff des Menschen in ökologische Systeme ein; also auch und besonders gegen die Jagd.)


.oO Achim Stößer - "Lob des Vegetarismus" (Online-Veröffentlichung)


~xX([Vegetarier sind toll - ein Lob des Vegetarismus])Xx~


Vegetarier sind wirklich toll. Vegetarier können ein Aquarium voller gefangengehaltener Fische in Frieden betrachten – denn sie essen sie nicht (mehr). Vegetarier verspeisen keine toten Tiere. D.h., sie verzichten darauf, Tiere umzubringen, um deren Leichen ("Fleisch") zu verzehren. Manche sogar darauf, sich die Haut ("Leder") der Toten über die Füße zu stülpen.

Zwar bringt ein Durchschnittsvegetarier mit seinem Eikonsum siebzig Hennen und ebenso viele männliche Küken ums Leben, aber schließlich könnte er ja darüber hinaus beispielsweise jede Woche ein "Hähnchen" essen, also noch viel mehr Hühner umbringen.

Zwar bezahlen Vegetarier Auftragsmörder dafür, Kühe und Kälber einzukerkern und abzuschlachten, weil sie deren Muttermilch trinken respektive essen wollen (meist mit Lab, einem Enzym aus den Mägen gemeuchelter Rindersäuglinge zu Käse oder Quark "veredelt", doch manche Vegetarier achten gar auf kälberlabfreien Käse, so dass die Kälber, die für die Milch, aus der Gouda, Emmentaler usw. gewonnen wird, aufgeschlitzt werden, ihr Lab behalten könnten, wodurch diese Vegetarier besonderes toll sind).

Aber sie könnten noch viele andere Spezies, Schweine oder Störe z.B., kaltmachen. Tun sie nicht. Oder manche höchstes für Schweinegelatine-Gummibärchen oder mit Hausenblase geschönten Wein. Aber darüber kann man hinwegsehen, ein Auge zudrücken, wir wollen ja nicht fanatisch jedes noch so kleine Leichenteil aus dem Keller und vom Teller verbannen. Das würde nur abschrecken.

Überhaupt sind die "Normalköstler", die "Omnivoren", die "Fleischesser", ja viel schlimmer, sie essen zusätzlich zu Salami und Steak auch Omelett und Camembert. Oder zusätzlich zu Baiser und Kefir Schinken und Fischstäbchen. Und wenn jemand noch schlimmer ist, dann muss man doch den, der nicht noch schlimmer ist, loben: Vegetarier sind toll. Man kann es mit der Ethik eben auch übertreiben.

Ein Vegetarier bringt also nicht so viele Tiere um, wie er könnte, ist quasi nur ein Teilzeitmörder. Und das verdient Lob: Vegetarier sind toll. Man kann schließlich auch nur auf einem Auge blind sein, dann sieht man wenigstens ein bisschen. Gut, der Vergleich hinkt ein wenig wie eine durch Qualzüchtung fußlahme "Milchkuh": Denn auch mit einem Auge könnte ein Vegetarier die Leichen der Hühner und Rinder, Wachteln und Schafe, Strauße und Ziegen, deren Eier und Milch er konsumiert und somit den Mord an ihnen in Auftrag gibt, sehen. Nicht in stereo, jedoch in Farbe: blutrot. Aber da kann man freilich auch mal ein Auge (dieses eine Auge) zudrücken, wir wollen dessen ungeachtet nicht fanatisch aufs Morden verzichten. Das würde nur abschrecken.

Doch was soll's: Vegetarier sind toll, sie sind auf dem richtigen Weg. Obschon sie dabei über Leichen gehen, bis sie das Ziel, den Veganismus, erreichen (sofern sie nicht zu den zirka 99% Vegetariern gehören, die gleich auf der Stelle treten und für immer Vegetarier bleiben, statt den Sprung zum Veganismus zu tun), aber da halten wir's mit dem Buddhismus: Der Weg ist das Ziel. Was das heißen soll, weiß keiner so recht, aber es klingt gut und nützt der Sache, sprich der Augenwischerei und damit dem Vegetarismus und der Verhinderung des bekannter weise fanatischen, weil unblutigen und somit aggressiven Veganismus. Denn Vegetarismus ist toll, weil Vegetarier noch viel mehr Tiere abschlachten könnten. Veganer dagegen, diese infamen Phytophagen, sind überheblich, sie stören sich allen ernstes an den wenigen Millionen von tollen Vegetariern beseitigten Tieren, obwohl Vegetarier noch viel, viel mehr Tiere ermorden könnten – wenn das keine Überheblichkeit ist. Und die Arroganz der Veganer erst. Arrogant heißt, dass sie Dinge, die Vegetarier nicht hören wollen, äußern, nur weil sie den Tatsachen entsprechen, statt höflich und diplomatisch zu sein. Das ist aggressiv – anders als das friedfertige lakto-vegetarische gewaltfreie Kälberkehleaufschlitzen. Das ist gemein – anders als das schonende und noch dazu lebendtiertransportverhindernde behutsame ovo-vegetarische Hühnerkükenvermusen. Veganer halten sich für besser, nur weil sie alle Hühner und Rinder verschonen, während Vegetarier doch zumindest einige Hühner und Rinder verschonen. Wieso sollte es besser sein, gar keine Tiere fürs Essen, für Kleidung usw. zu ermorden, als nicht so viele wie man könnte?

Schließlich ist ein Durchschnittsdeutscher besser als ein peruanischer Meerschweinchen-, ein schweizer Katzen-, ein vietnamesischer Hundeesser; ein Moslem oder Jude besser als ein Pfälzer "Saumagen-" oder ein bayerischer "Schweinshaxen"-Vertilger. Denn sie beschränken die Zahl der Spezies der Opfer ihres Mordshungers – genau wie die Vegetarier. Nicht?

Vegetarier sind toll, weil sie sich nicht ausgrenzen, weil sie in der Kantine, der Mensa oder dem Restaurant bequem bestellen können, ohne sich Gedanken zu machen, und da ist dann alles in Butter. Das erhöht nicht nur die Lebensqualität der Vegetarier, die – anders als Veganer, die Nichtveganern die Butter vom Brot nehmen wollen – Akzeptanz und Toleranz fördern, sich mit Normalköstlern an einen Tisch setzen können, unter den wir die Lebensqualität der Tierausbeutungsopfer fallen lassen; man kann wahrhaftig auch mal ein Auge zudrücken und Toleranz zeigen, schließlich ruft es aus dem Wald heraus, wie es hineinruft, und das übertönt allemal die Schreie der Hühner und Rinder im Schlachthof.

Daher sollten Menschen, die Leichen fressen auch nicht Leichenfresser genannt werden, sondern euphemistisch "Fleischesser", schön versachlichend-abstrakt "Omnivore" oder verniedlichend "Omni" (analog zum beliebten Veggi oder Veggie für Vegetarier). "Mördi" statt Mörder ist dagegen suboptimal, da müssen wir uns etwas anderes ausdenken. Übertüncht man das frische Blut mit weißer Farbe wird es rosa und wir sparen uns die rosa Brille – toll.

Idyll bäuerlicher Hühnerhaltung
Idyll bäuerlicher Hühnerhaltung
Vegetarier sind toll, weil sie sich für die Tiere so viel Mühe geben: Tolle Vegetarier forschen nicht nur in Vegetarierforen im Internet nach Edamer mit mikrobiellem Lab. Vegetarier durchforsten den Supermarkt und fragen beim Bäcker nach "Eiernudeln" bzw. Torten mit Vogeleiern aus der genau richtigen Gefangenhaltungsform – wie schwer ist es, abzuwägen, ob es nun die Biohühner besser haben, die Ökogetreide bekommen, so dass sie, wenn ihnen nach einem Jahr der Kopf abgehackt wird, gesünder sterben; oder die Freilandhühner mit mehr vorgeschriebenem Platz als die Biohühner; oder die Bodenhaltungshühner mit Dach überm Kopf als Schutz vor Bussarden; oder die Käfigbatteriehühner mit wesentlich kleineren sozialen Gruppen und der (bis zum Ende als Suppenhuhn) geringsten Mortalitätsrate. Vegetarier pochen im Café auf Kaffeesahne von Kühen, die später schonend geschlachtet werden. Vegetarier bestellen im Restaurant Salat mit Joghurtdressing aus artgerechten Ställen. Vegetarier essen nur Milchschokolade von lila Almkühen. Wenn sie wissen, dass ein Drittel der Wolle von toten Schafen stammt, "Schlachtwolle" ist, achten sie beim Pulloverkauf vielleicht sogar darauf, dass das Tier erst nach der Schur geschlachtet wurde. Es ist kompliziert und schwierig, doch die Vegetarier nehmen dies alles auf sich – für die Tiere. Wie einfach dagegen machen es sich Veganer: gar keine Eier, gar keine Milch, gar keine Wolle, Punkt. Also das kann ja nun wirklich jeder.

Außerdem ist an Vegetariern toll, dass sie für Veganismus werben, indem sie die "Fleischesser" zum Nachdenken bringen, während Veganer diese wie erwähnt abschrecken. Denn um einem Vegetarier vorhalten zu können, dass er ja auch Joghurt vertilgt und Lederjacken trägt, muss der Normalköstler sich erst einmal informieren, dass Tiermilch und -haut nicht an Bäumen wachsen. Und wenn er dann informiert ist und zur seltenen Spezies des Homo ethicus gehört, wird er, selbstverständlich, vegan. Dank der Vegetarier – das ist toll. Gut, die Sache hat einen Haken, genannter Leichenfresser, das liegt in seiner bzw. der Natur der Sache, frisst ohnehin Leichen, bei denen kaum einem dem Kleinkindalter Entwachsenen verborgen geblieben sein dürfte, dass dafür Tiere abgeschlachtet werden, weshalb die Wahrscheinlichkeit, dass einer darunter ist, der sich anderen Tieren gegenüber ethisch verantwortlich verhielte, wenn er nur wüsste, was er mit seinem Konsum anrichtet, eher bei Epsilon liegt, aber der Haken ist immerhin kein Angelhaken, denn Vegetarier essen keine Fische. Jedenfalls die Vegetarier, die mit ihrem einen Auge einen Blick ins Lexikon geworfen haben. Und die sind toll.

Zudem war jeder Veganer zuerst Vegetarier (abgesehen von ein paar wenigen, die gleich mit den harten Fakten statt der weichgespülten massengeschmackkompatiblen spenderfreundlichen Puddingversion der Realität konfrontiert und direkt vegan wurden, ohne den tollen Umweg über tollen Vegetarismus). Demnach ist es wichtig, für Vegetarismus zu werben, wenn man Veganer machen will. Gut, nach dieser Logik – schließlich war jeder nichtgeborene Vegetarier vorher Leichenfresser – müssten wir also für Leichenschmaus werben, um Vegetarier und somit Veganer zu machen, aber lassen wir die Logik mal beiseite.

Die ornithoiden und mammaloiden Opfer der Vegetarier sind also nichts als ein Gambit auf dem Weg zu einer tierfreundlichen Gesellschaft. Der Ton macht die Musik, und so ein Todesmarsch klingt allemal schmissiger als die Kakophonie euphemismenfrei benannter Fakten. Daher sind Vegetarier toll, und wir sollten sie samt ihren lediglich wenigen millionenfachen Morden an Glucken und Färsen respektieren.

Vegetarier und Veganer sollten an einem Strang ziehen. Das heißt, Veganer sollten endlich auch einmal ein wenig Respekt zollen und wenigstens den Kuchen, den Oma mit viel Liebe und zwei Dutzend Eiern und guter Butter gebacken hat, kosten. Sozialkontakte ist das entscheidende Stichwort: Zwischen Leber und Milz ist immer noch Platz für ein Glas Milch. Wer rechnet schon die Stunden und Tage aus, die Tiere dafür gelitten haben? Aber nein, Veganer zeigen keinen Respekt. Was tun sie stattdessen? Machen den Vegetariern Vorwürfe, beschimpfen sie als Mörder. Als ob ein Patient mit Leberzirrhose nicht kerngesund wäre, sondern von einem beleidigenden Arzt als Kranker beschimpft würde, immerhin sind Kranke ausschließlich jene mit Lungenemphysem. Als ob jemand respektlos Alkoholismus als Sucht diffamierte, während wahrhaft Süchtige nur die sind, die beim Trinken zudem Rauchen. Überhaupt verlangen Veganer nun wirklich zu viel. Nie wieder Pizza? Nie wieder Schokolade oder Eis? Nie wieder Torten und Kuchen?
Ungemolkene Kuh, kurz vor dem Platzen
Ungemolkene Kuh, kurz vor dem Platzen
Nie wieder Spaghetti mit Tomatensauce?

Immer nur Salat, die einzige Speise der Körnerfresser?

Ja, Vegetarier verdienen Respekt, sie sind toll. Nicht nur das, sie haben auch tolle Argumente gegen Veganismus: Milchtrinken geschieht aus reiner Tierfreundlichkeit, denn Kühe platzen, wenn man sie nicht melkt; anders als andere laktierende Säuger von stillenden Ameisenigeln und Braunbären bis zu Yaks und Zebras. Hennen legen sowieso Eier, wie andere Vögel auch. Meist unbefruchtete, weil in den Eierproduktionsanlagen kaum Hähne sitzen, also sind in den Eiern noch nicht einmal Küken – worüber also regen Veganer sich auf?
Gänsefamilie mit ca. 300 Küken
Gänsefamilie mit ca. 300 Küken
Noch nie eine Entenmutter gesehen mit dreihundert Küken im Schlepptau, weil sie, wie jedes "Legehuhn", fast täglich ein Ei legt? Ein Schwalbennest unterm Dach mit dreihundert aufgerissenen Schnäbelchen? Von wegen Qualzucht, Frösche legen ganz natürlich noch viel mehr Eier als "Lohmann Selected Leghorn"-Normhühner. Warum sollten Vegetarier also keine sowieso gelegten Eier essen und damit zudem den Hühnern das anstrengende Brüten ersparen? Und dass die männlichen Küken nach einem Tag vergast, die Hennen nach einem Jahr geschlachtet werden, dafür können die Vegetarier ja nun wirklich nichts, sie hätten wahrlich nichts dagegen, wenn die jährlich achtzig Millionen Hühner, die für die Eiproduktion allein in Deutschland umgebracht werden, die restlichen zwei Lebensjahrzehnte auf einem idyllischen kleinen
Gnadenhof
Gnadenhof
Gnadenhof verbringen würden. Und Hitler war gar kein Vegetarier, Hitler war Veganer. Fanatisch, unduldsam, blindwütig, aufbrausend, dogmatisch, intolerant, aggressiv, radikal; nicht toll wie Vegetarier. Gut, er hat nicht nur Menschen, sondern auch manches Frühstücksei geköpft, beides veganeruntypisch; aber was spielt das in diesem Zusammenhang für eine Rolle? Überhaupt bekommen Veganer ohne Drüsensekretkonsum Kalziummangel (neun Zehntel der Menschheit leiden an Kalziummangel, weil sie keine Milch vertragen) und zudem Eiweißmangel (Proteine sind, wie der Name "Eiweiß" schon sagt, ausschließlich in Vogeleiern enthalten). Außerdem schmeckt veganes Essen einfach nicht. Kartoffeln zum Beispiel: pfui Teufel. Gut, vielleicht wenn man sie kocht oder brät. Entsprechendes gilt für Tofu oder Mehl. Aber wer hat schon Zeit, den ganzen Tag in der Küche zu stehen? Daher kaufen Vegetarier auch gelegentlich Tiefkühl-Fertiggerichte, natürlich ausschließlich beim Bauern von nebenan, der seine zwei Dutzend Hennen jeden Abend in den Schlaf wiegt, ihnen wenn sie weniger Eier legen jahrzehntelang ein Gnadenbrot gewährt, wie auch ihren – ebenfalls zwei Dutzend, jedes zweite Küken ist ja männlich – Brüdern (die Gruppen von Hähnen retuschieren die Veganer auf ihren Fotos von angeblichen "Ausbeutungsbetrieben" natürlich immer weg, weil sie sonst nicht mehr behaupten können, die männlichen Küken würden vergast oder vermust).
Igel (von Veganerfahrrad überfahren)
Igel (von Veganerfahrrad überfahren)
Veganer sind zudem auch Mörder, weil sie nicht über dem Boden schweben, und somit auf eine Ameise treten könnten statt zu levitieren, weil sie Fahrzeuge benutzen und damit Unfälle riskieren statt zu teleportieren. Oder weil Möhren und Hefepilze und Darmbakterien schließlich auch Lebewesen sind – nur hört keiner die stummen Schreie des geköpften Salats und der niedergemähten Weizenfelder. Oder weil Veganer, statt auf einen anderen Planeten auszuwandern oder wenigstens eine einsame Insel (toll: den Vegetariern verdanken wir ein Revival des "Geh doch nach drüben"-Arguments, das sonst mangels anderem Deutschland fast in Vergessenheit geraten wäre), weil also Veganer Teil einer speziesistischen Gesellschaft sind und somit der Kioskbesitzer, bei dem sie ihre Zeitung erstehen, mit eben diesem Geld nichts als Currywurst, Bockwurst, Mettwurst, Teewurst und Leberwurst kauft. Wurst, die mit den Steuergeldern von Veganern subventioniert wird: ein Teufelskreis.
Zu viel Fleisch ist Mord?
Zu viel Fleisch ist Mord?
Aber was ist besseres zu erwarten von widerwärtigen Fanatikern, die das Wort "Mord" nicht auf "Fleisch" von süßen Schweinchen, brutal transportierten "Mastrindern", rücksichtslos abgeschlachteten "Brathähnchen", auf kaltblütig erschossene Rehe, hinterrücks abgeknallte Wildschweine, elektrokutierte Füchse, vergaste Nerze usw. beschränken, wie sich das gehört ("Fleisch ist Mord", "Jagd ist Mord", "Pelz ist Mord"), sondern auch auf totgestreichelte "Milchkühe" und ins Jenseits geküßte "Legehennen" ausdehnen wollen.

Ganz anders die Vegetarier. Vegetarier sind toll. Als wären sie geradewegs dem Tollhaus entsprungen, so toll sind Vegetarier.


URL: http://antispe.de/txt/vegetarier-sind-toll.html auf antiSpe.de

.oO Der "Welteitag" (PM von Maqi)

Pressemitteilung http://maqi.de/presse/welteitag2008.html

~xX([Welt-Ei-Tag 2008])Xx~

* Hühnerausbeutung für unveganen Konsum wird zelebriert

Am 10. 10. ist "Welteitag". Dabei geht es nicht um die Eier von Fischen oder Reptilien, Insekten oder Säugetieren, sondern um Vogeleier, primär die Eier von Gallus gallus domesticus, dem "Haushuhn".

Wie der "Weltmilchtag" oder der "Tag des Butterbrots" soll der "Welteitag" (immer am zweiten Freitag im Oktober), kreiert von der "International Egg Commission", dem internationalen Verband der "Eierproduzenten", der Förderung des Tierproduktkonsums dienen. "Doch langsam keimt in der Gesellschaft ein Bewußtsein für das auf, was nichtmenschlichen Tieren für menschliches Konsumverhalten, im Auftrag nicht-veganer Verbraucher und somit durch sie verursacht, angetan wird", so Achim Stößer von der Initiative Maqi - für Tierrechte, gegen Speziesismus. "Daher ist es für die Propaganda nahezu zwingend, das Mäntelchen des Tierschutzes über die Ausbeutung zu breiten."

Statt also offensichtlich für Eikonsum zu werben, wird vordergründig die sogenannte "Käfighaltung" in Legebatterien kritisiert, die in Deutschland (wie auch Österreich, der Schweiz und anderen Ländern) ohnehin längst illegal ist und nach Ablauf der Übergangsfrist lediglich in andere Formen der Gefangenhaltung umgewandelt wird, etwa sogenannte "Kleinvolieren", also Käfige mit mehr Hühnern als bisher. "Mit diesem durchschaubaren Manöver wird allerdings nur zumindest implizit, meist auch explizit, für weiteren Eikonsum und somit andere Formen der Hühnerausbeutung geworben."

Tierrechtler fordern jedoch aus gutem Grund die Abschaffung von Tierausbeutung statt deren Reform, die nichts als Augenwischerei ist. Zum "Welteitag" weist die Tierrechtsinitiative Maqi daher insbesondere auf die ethisch gebotene Notwendigkeit, keine Eier zu konsumieren - allgemein: vegan zu leben - hin.

Denn zum einen handelt es sich bei all den für die Eiproduktion ausgebeuteten Hennen um Qualzüchtungen, die unabhängig von der Haltungsform darunter leiden, von der Geschlechtsreife an fast täglich ein Ei legen zu müssen (bei Menschen würde man von der Menarche sprechen, denn das Eierlegen ist hier analog zur Menstruation, deren wesentlicher Aspekt die Abstoßung unbefruchteter Eier ist), statt wie normale, nicht qualgezüchtete Hühner und alle anderen Vögel eine Handvoll jährlich zur Fortpflanzung.

Die männlichen Geschwister der Legehennen werden, da sie für die Mast nicht geeignet sind, unmittelbar nach dem Schlüpfen vermust oder vergast. Denn die auf "Legeleistung" gezüchteten Hühner legen nicht so schnell Gewicht zu wie "Masthühner", die binnen 34 Tagen, also noch als Küken, ihr "Schlachtgewicht" erreichen - Babys in der Gestalt von Sumoringern. Die männlichen "Legehuhnküken" zu mästen wäre demnach unrentabel.

Auch die Hennen werden getötet - wenn sie nach etwa einem Jahr des Dauerlegens körperlich am Ende sind, die "Legeleistung" nachläßt.

Für ein Ei leidet eine Henne einen Tag. Für das tägliche Ei des Verbrauchers wird jedes Jahr ein männliches Küken und eine Henne umgebracht.

In welcher Haltungsform dies geschieht ist marginal. Ob es nun die Biohühner besser haben, die Ökogetreide bekommen, so dass sie, wenn ihnen nach einem Jahr der Kopf abgehackt wird, gesünder sterben; oder die Freilandhühner mit mehr vorgeschriebenem Platz als die Biohühner; oder die Bodenhaltungshühner mit Dach überm Kopf als Schutz vor Bussarden; oder die Käfigbatteriehühner mit wesentlich kleineren sozialen Gruppen und der (bis zum Ende als "Suppenhuhn") geringsten Mortalitätsrate: sie alle leiden, sie alle werden getötet wie ihre männlichen Geschwister.

"Die Ausbeutung nichtmenschlicher Tiere basiert auf Speziesismus, der Diskriminierung aufgrund der Artzugehörigkeit, also ethisch irrelevanter Merkmale, analog zu Sexismus und Rassismus", so das Fazit. "Speziesismus ist ebenso wenig vertretbar und muß ebenfalls abgeschafft werden, Tierrechte müssen geachtet, eine vegane Gesellschaft etabliert werden."

Welttierrechtstag ist am 15. Oktober, Weltvegantag am 1. November.

Maqi - für Tierrechte, gegen Speziesismus setzt sich für eine Verwirklichung der Tierrechte (so etwa das Recht auf physische und psychische Unversehrtheit), die Abschaffung der Diskriminierung aufgrund der Zugehörigkeit zu einer Spezies (analog zu Antirassismus und Antisexismus) und die Etablierung einer veganen Gesellschaft ein.

Nähere Informationen und Bildmaterial bei Maqi - für Tierrechte, gegen Speziesismus, c/o Achim Stößer, Brauhausgasse 2, D-63628 Bad Soden-Salmünster, Tel. 06056/9177888, mail@maqi.de, http://maqi.de.

.oO Ausreden der FleischesserInnen (teilweise auch VegetarerInnen) und ihre Wiederlegung


~xX([Ausreden der FleischesserInnen und ihre Wiederlegung])Xx~



Ich habe das Tier ja nicht getötet

Menschen, die Fleisch kaufen oder aus Tieren hergestellte Produkte verwenden (z.B. Leder), sind dafür verantwortlich, daß allein in Großbritannien jährlich 700 Millionen Tiere getötet werden. Das Töten wird in ihrem Auftrag vollzogen und mit ihrem Geld finanziert. Sie sind zwangsläufig mitschuldig.


Die Tiere werden human getötet

In Großbritannien hat das regierungseigene Aufsichtskomitee, »Farm Animal Welfare Council« (FAWC), im Jahresbericht von 1984 festgestellt, daß das Wohlergehen der Tiere in britischen Schlachthöfen »geringe Priorität« genießt. Kritisiert wurden u.a. die »besorgniserregende Ignoranz« der Angestellten, sowie die anhaltende und unnötige Verwendung elektrischer Stachelstöcke, um die Tiere zu treiben. Es wurde als »sehr wahrscheinlich« angenommen, daß die Betäubungsmethoden vor dem Töten nicht ausreichen, um die Tiere schmerzunempfindlich zu machen. Insgesamt wurden 117 Verbesserungsvorschläge gemacht, von denen bis jetzt nur wenige umgesetzt wurden.

Doch die Schlachtbedingungen sind nicht der springende Punkt. Töten ist Unrecht und wird immer Unrecht bleiben - egal wie »human« es auch durchgeführt wird. Würden wir jemals einen Kindermörder von seiner Schuld freisprechen, weil er seine Opfer »human« getötet hat?


Die Tiere werden dafür gezüchtet

Tiere, die für unsere Nahrungsbedürfnisse gezüchtet werden, sind genauso leidensfähig wie ihre freilebenden Artgenossen. Es ist ihr Leiden, um das es geht.


Tiere sind dazu da, genutzt zu werden

Die Tiere sollten für den Menschen nicht Mittel zum Zweck sein. Sie sind unabhängige, freidenkende Individuen mit eigenen Bedürfnissen und Wünschen. Es besteht keine Notwendigkeit, sie so leiden zu lassen und sie zu töten - daher haben wir auch kein Recht dazu.


'''Gäbe es die fleischverarbeitende Industrie nicht, wären die Tiere gar nicht auf der Welt'''

Diese Tiere werden in ein kurzes, miserables und leidvolles Leben hineingeboren, das mit einem gewaltsamen Tod endet. Für sie wäre es ohne Zweifel besser, nie gelebt zu haben. Was würdest Du vorziehen?


Die Tiere kennen es ja nicht anders

Das Leid der Tiere wird nicht dadurch gelindert, daß sie keinen Vergleich haben. Ihre existenziellen Bedürfnisse bleiben immer bestehen. Die Frustration dieser Bedürfnisse macht einen großen Teil ihres Leidens aus. Es gibt so viele Beispiele: Die Milchkuh, die niemals ihr eigenes Kalb aufziehen darf; die »Batteriehenne«, die weder umherlaufen, noch jemals ihre Flügel ausbreiten kann; das Schwein, das niemals ein Nest bauen oder auf dem Waldboden nach Futter wühlen kann, etc. Wir nehmen den Tieren ihr Grundrecht - das Recht zu leben.


Irgendwann und irgendwie müssen die Tiere ja sowieso sterben

Auch Menschen müssen irgendwann einmal sterben, was uns aber nicht das Recht gibt, jemanden umzubringen (..., aufzuessen und aus seinen Knochen z.B. Seife herzustellen).


Veganismus und Vegetarismus sind in unserer Gesellschaft schwer praktizierbar

Obwohl der Vegetarismus mittlerweile mehr oder weniger akzeptiert ist, wird der Veganismus noch von vielen Menschen mit Argwohn betrachtet. Das wird sich nur ändern, wenn sich auch der Veganismus weiter etabliert. Anstatt also das o.g. Argument als Rechtfertigung für die eigene Selbstgefälligkeit zu benutzen, sollten wir es vielmehr zum Anlaß nehmen, diese Entwicklung nach Kräften zu unterstützen.

Die Prioritäten sind klar: Kein Tier sollte leiden oder sterben, um uns soziale Unbequemlichkeiten zu ersparen - Leben ist zu wertvoll.


Aus Tieren hergestellte Produkte steigern unsere Lebensqualität

Es ist verwerflich, aus reiner Vergnügungssucht das Leiden und Sterben anderer Lebewesen zu verursachen. Dies entspricht allgemeinem moralischem Empfinden, das die meisten Menschen auf unserer Erde teilen.

Mit unserem grenzenlosen Genie werden wir auch andere Wege finden, um unsere »Bedürfnisse« zu befriedigen.


Wenn nur ich mich vegan / vegetarisch ernähre, würde das auch nichts ändern

Der Durchschnittsbrite ißt im Laufe seines Lebens 36 Schweine, 36 Schafe, 8 Rinder und 550 Vögel auf.

Verglichen mit dem Gesamtausmaß der Fleischindustrie fällt dies kaum ins Gewicht. Aber der Vegetarismus befindet sich im Aufwärtstrend. Ich selber wurde durch andere Menschen angeregt, Vegetarier und später dann Veganer zu werden. Andere Menschen folgten meinem und wieder andere dann deren Beispiel. Wir können alle etwas bewirken, weil wir nicht allein sind.

Wenn sich die Zahl der vegan oder vegetarisch lebenden Menschen in Großbritannien nur verdoppeln würde, könnte dies 60 Millionen Leben retten.


Die tierverarbeitende Industrie ist ein bedeutender Wirtschaftsfaktor

Wir können eine Verfahrensweise nicht rechtfertigen oder verteidigen, weil sie gewinnbringend ist. Schließlich geschehen die meisten Verbrechen aus profitorientierten Motiven.

Wir sollten uns nicht fragen, wieviel uns das Leben eines Tieres wert ist, sondern was es dem Tier bedeutet: für das Tier ist sein Leben alles!


Die Tiere haben sich den Haltungsbedingungen angepaßt

Die Tiere sind gezwungen, sich anzupassen, um der ihnen abgeforderten Steigerung ihrer Produktivität gerecht zu werden. Hierbei wird ihre körperliche Leistungsfähigkeit allzu häufig überstrapaziert.

Ein typisches Beispiel dafür ist die Milchkuh, die als Konsequenz einer zehnfach höheren Milchproduktion zu lahmen beginnt (siehe Frage 12 im Bereich Milch), oder die Masthähnchen, von denen 6% an körperlicher Überanstrengung sterben, weil sie ihr Gewicht innerhalb von sieben Wochen um das 50 bis 60fache steigern müssen. Diese erzwungene Anpassung verstärkt einzig und allein das Leiden der Tiere.


Vegane / vegetarische Ernährung ist zu teuer

Tierprodukte, insbesondere Fleisch und Käse, sind die teuersten Nahrungsmittel überhaupt. Je mehr wir diese Produkte durch preiswerteres (und gesünderes) Obst und Gemüse ersetzen, desto mehr Geld sparen wir.

(Quelle: http://www.veganissimo.vegan.de/band2/bereiche/entschuldigungen.shtml)

.oO Schlachthaus-Arbeiter: "Du willst, dass sie Schmerzen haben" (Interview)


~xX([Du willst, dass sie Schmerzen haben])Xx~


Auszüge aus Interviews mit Schlachthaus-Arbeitern in den USA…

“Die Mehrzahl von Kühen, die sie aufhängen, die Mehrheit von ihnen ist noch am Leben. Sie öffnen sie. Häuten sie. Sie sind immer noch am Leben. Ihre Füße sind abgeschnitten. Sie habe ihre Augen weit aufgerissen und sie weinen. Sie schreien, und du kannst sehen wie ihnen die Augen fast rausspringen.”

“Diese Schweine kommen zu dem Abbrühbecken, treffen aufs Wasser und fangen einfach an zu treten und zu schreien. Ich bin mir nicht sicher ob sie zu Tode verbrühen, bevor sie ertrinken. Das Wasser ist 60°C, also nicht so heiß. Ich glaube nicht, dass die Schweine davon einen Schock bekommen, weil sie ein paar Minuten brauchen, um mit dem Treten aufzuhören. Ich denke, sie sterben langsam durch Ertrinken.”

“Wenn Du ein Schwein hast, das sich verweigert sich zu bewegen, nimmst du einen Fleischhaken und hakst ihn in seinen Anus. Du versuchst das, indem du den Hüftknochen einhakst. Dann ziehst du ihn zurück. Du ziehst diese Schweine während sie leben und oft reißt der Haken aus dem Arschloch. Ich habe Schinken - Oberschenkel - gesehen, die vollständig aufgerissen waren. Ich hab auch gesehen, wie Därme rauskommen. Wenn das Schwein in der Nähe vor der Rutsche zusammenbricht, hakst du einen Fleischhaken in seine Backe und ziehst ihn nach vorne.”

“Ein Arbeiter hat mir erzählt, wie eine Kuh, die mit ihrem Bein in dem Boden eines Lasters steckengeblieben ist, zusammengebrochen ist. ‘Wie hast Du sie lebendig rausgekriegt?’ habe ich den Typ gefragt: ‘Oh’, sagte er, ‘wir sind einfach unter den Laster gegangen und haben ihr Bein abgeschnitten.’ Wenn jemand dir das sagt, weißt du, es gibt viele Dinge die dir niemand sagt.”

“Nach einer Zeit wirst du abgestumpft. Was die Tiere anbetrifft, sie sind eine niedrigere Lebensform. Sie sind vielleicht eine Stufe über einer Larve. Wenn du ein lebendiges Schwein hast, das bei Bewusstsein ist, tötest du es nicht einfach. Du willst, dass es Schmerzen hat. Du gehst hart ran, zerstörtst ihm die Luftröhre, machst dass es in seinem eigenen Blut ertrinkt. Nimmst einen Augapfel raus, spaltest ihm die Nase. Ein lebendes Schwein guckte an mir hoch und ich nahm einfach mein Messer und - eerk - nahm ihm das Auge raus während es einfach da saß. Und dieses Schwein schrie einfach nur.


(http://simon.barke.info/ethics/ich-bin-ein-glueckliches-nutztier-schlachte-mich/du-willst-dass-es-schmerzen-hat/)

.oO Hans Wollschläger: Tiere sehen dich an (Textausschnitt)


~xX([Hans Wollschläger: Tiere sehen dich an])Xx~


Sie werden in Gefängniszellen gehalten, so eng wie die Stehsärge von Oranienburg; das Licht, das ihnen morgens aufgeht, kommt von der Neonröhre, die angeht; ihre Grundlebensbedürfnisse werden mit der chemischen Keule niedergeschlagen, ihre Grundtriebe ebenso an- und abgestellt, Fortpflanzung und Nachkommenaufzucht auf perverse Art mechanisiert. Ihr einziger Daseinszweck: Selbstaufzucht, Selbstvervielfältigung. Haftpsychosen sind die Regelfolge, Selbstmordversuche; die Lebensdauer, die ihnen zugebilligt wird, liegt tief unter ihrer natürlichen Lebenserwartung; das Urteil, Begnadigung ausgeschlossen, lautet generell auf Lebenslänglich.
Es ist die Rede von Tieren, nicht von Menschen.[…]
Was in den Zucht- und Schlachtanstalten der so genannten zivilisierten Nationen geschieht, gehört, alles erwogen, zu den wohk stärksten Verbrechen, das zurzeit auf Erden zu registrieren ist; es gehört mit zu einem Problem von allergrundsätzlichster Bedeutung. […]
Sie werden in körperenge Kästen gezwängt, damit sie sich nicht bewegen können, auf Wochen und Monate; wo auch ihr kleinstes Zappeln und Zucken die Täter noch stört, gießt man ihnen einen Gipspanzer um; damit sie nicht schreien und beißen, schneidet man ihnen die Stimmbänder durch und vernäht ihnen die Mäuler; man verätzt ihnen den Magen, die Augen, die Haut; infiziert sie gewaltsam mit den gräulichsten Krankheiten, die sie von allein nie bekämen; treibt sie mit Nervengiften in Krämpfe oder Wahnsinn; vergiftet und vergast sie mit den aberwitzigsten Substanzen; implantiert ihnen Elektroden ins Gehirn und jegt ihnen Stromstöße in sämtliche Lebensfunktionen; man zertrümmert ihnen die Knochen, verbrüht und verbrennt sie, setzt sie in Eisbäder und Hitzekammern; man erprobt Waffenwirkungen an ihnen […]: dies alles bei lebendigem Leibe, meist ohne genügende Anästhesie; und reicht der eine Versuch nicht aus, sie umzubringen, so werden sie dem nächsten überantwortet; eine Überlebenschance gibt es nicht.
Es ist, abermals, von Tieren die Rede, nicht von Menschen,- von jenen Tieren, zu denen der Mensch, gegen alle Widerstände deformativer Ideologien, sogar ein weit gediehnes Verwandtschafts- und Freundschaftsbewusstsein entwickelt hat: vorab von Hunden und Katzen, den Gefährten der einsamen Kindheit, den Gefährten des wieder einsamen Alters. Und es gibt keinen Zweifel, wie das zu qualifizieren ist, was ihnen in den Großlabors und Versuchsanstalten von Industrie und Medizin und Militär angetan wird: Es ist ein gigantischer Verstoß gegen alles, was die Sorte Homo sapiens im mühseligen Verlauf ihrer geschichtlichen Evolution an Benehmen gelernt hat: der Zusammenbruch einer ganzen Werte-Ordnung, an der Jahrtausende gearbeitet haben: eine Perversion, in der längst nicht mehr nur der einzelne Täter entartet ist, sondern die Tatfähigkeit der gesamten Art, die ihn zulässt und schützt. […]
Was alles da im längst unheimlichen Verbund an Gräueln stattfindet -, es gibt auch darüber mittlerweile die umfassendsten Informationen, in Büchern wie in den Wochen-, Tages- und Augenblicksmedien; nichts davon ist neu. Aber die Gräuelhaftigkeit wächst, von Augenblick zu Tag zu Woche, auf eine unheimliche Weise eben dadurch, dass nichts davon mehr neu ist; das kollektive Mitwissen konstituiert den Tatbestand einer riesigen Komplizenschaft, deren ungehemmtes Fortbestehen die Grundlagengeltung der Ethik selbst infrage stellt und zuletzt die Drohung mit sich bringt, die ganze Entwicklung des Abendlands mit einem welthistorischen Zynismus sondergleichen abzuschließen.


("Standpunkte der Ethik", Schullehrbuch, Schöningh, S. 355f.)